Basketball, ProA: Rasta Vechta – wiha Panthers Schwenningen 78:79 n.V. (19:13, 14:12, 18:17, 19:28, 8:9). Dank eines starken Schlussviertels und einer leidenschaftlichen Verlängerung sorgten die wiha Panthers für den nächsten Überraschungssieg: Beim Topfavoriten Rasta Vechta setzten sich die Schwenninger Basketballer in einem keineswegs hochklassigen, aber spannenden Spiel mit 79:78 durch.

Zähe erste Hälfte

Dass das Spiel eine punktearme Angelegenheit sein würde, deutete sich bereits im ersten Viertel an. Sowohl Rasta Vechta als auch die Panthers hatten teils große Probleme, sich aus dem Spiel heraus gute Würfe zu erspielen. So dauerte es knapp fünf Minuten, bis die Schwenninger den ersten Korb aus dem Feld erzielten. Vielmehr sammelten die Gäste ihre Punkte im ersten Abschnitt von der Freiwurflinie aus. Die Hausherren führten nach zehn Minuten mit 19:13.

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Im zweiten Abschnitt wurde einmal mehr die Schwenninger Unterlegenheit unter den Körben deutlich. Weil auch auf der Gegenseite die Offensive weit unter ihren Möglichkeiten blieb und ebenfalls zu viele einfache Chancen vergab, wurde das zweite Viertel eine zähe Angelegenheit. Zur Pause bauten die Niedersachsen ihre Führung auf acht Punkte aus.

Panthers-Trainer Alen Velcic war klar, dass seine Offensive nach 25 Punkten in einer Halbzeit verändert werden musste, und nahm die richtigen Anpassungen vor. Die Aufstellung mit drei Aufbauspielern bewegte nun viel besser den Ball. Zudem gelang es den Schwarzwäldern auch besser, nach Ballgewinnen schnell in die Gegenbewegung umzuschalten. Weil die Vechtaer aber plötzlich ihre Dreier trafen, zogen die Hausherren zwischenzeitlich auf 14 Zähler davon. Mit einer starken Phase zum Ende des dritten Viertels verkürzte das Velcic-Team wieder auf 42:51.

Starkes Schlussviertel der Panthers

Die Schwenninger Offensive kam gerade noch rechtzeitig in die Gänge. Weil auch die Defensive ordentlich spielte, kamen die Panthers trotz insgesamt schlechter Wurfquoten Stück für Stück wieder heran. Dreieinhalb Minuten vor dem Ende brachte David Cohn seine Mannschaft erstmals in Führung. Daraufhin antwortete Vechta mit einem 8:0-Lauf zum 68:61, der die Vorentscheidung hätte bedeuten können. Doch als der mit 2617 Zuschauern gefüllte Rasta Dome immer hitziger wurde, blieben die Panthers cool: In den letzten 90 Sekunden glichen die Panthers vor allem dank eines spektakulären Wurfs von Cohn acht Sekunden vor dem Ende zum 70:70 aus.

Cohn bleibt cool

In der Verlängerung waren gefühlt alle Spieler auf dem Parkett stehend K.O. Weil Vechta in den entscheidenden Angriffen zwei offene Dreier vergab, hielten sie ihren Gegner im Spiel. Dies sollte sich rächen. Zuerst traf David Cohn 14 Sekunden vor dem Ende zum 77:76 für sein Team, dann traf Vechtas Josh Young zwei Freiwürfe. Mit sieben Sekunden auf der Uhr und einem Punkt im Rückstand nahm David Cohn daraufhin seine Beine in die Hand und attackierte den Korb. Zwar vergab der Spielmacher den Korbleger, weil aber Vechtas Purifoy beim Blockversuch gegen das Brett schlug, beging er damit ein Goaltending, sodass die Panthers die zwei Punkte zum Sieg erhielten. Topscorer der Panthers war Cohn mit 23 Zählern.