Basketball, ProA: Wiha Panthers Schwenningen – VfL Sparkassen-Stars Bochum (Samstag, 19 Uhr). Erstmals in dieser Saison sind die Wiha Panthers im Vorfeld einer Partie der Favorit. Gegen den Aufsteiger Bochum wollen die Schwenninger Basketballer ihre zuletzt starken Leistungen bestätigen – und ihren jüngsten Neuzugang präsentieren.

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Luka Dolman ging, Justin Pierce kam – die Rochade im Panthers-Kader in der vergangenen Woche brachte den Schwenningern mehr Breite und Athletik auf den Flügelpositionen und etwas mehr Erfahrung. „Es gibt immer wieder Verletzte. Deshalb muss man sich so aufstellen, dass man dann nicht nur mit sechs, sieben Leuten spielt, sondern etwas mehr Optionen hat“, erklärt Trainer Alen Velcic die Verpflichtung. An den sportlichen Zielen hat die erneute Verstärkung des Kaders nichts geändert: „Wir wollen weiterhin das Heimrecht in der ersten Runde der Playoffs erreichen“, sagt Alen Velcic. Sprich: Platz vier in der Hauptrundentabelle soll es schon werden.

Justin Pierce habe sich bereits sehr schnell in Schwenningen akklimatisiert. Einen großen Anteil daran hat Point Guard David Cohn, mit dem Pierce sehr gut befreundet ist. Beide haben bereits zwei Jahre lang zusammen am College in den USA gespielt. Velcic: „David hat es Justin sehr einfach gemacht, in Schwenningen anzukommen.“

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Der zwölf Mann starke Kader ist nun vor allem auf dem Flügel sowohl in der Breite, als auch in der Spitze sehr gut aufgestellt. Entsprechend ist der teaminterne Konkurrenzkampf voll im Gang. „Wir haben ein sehr hohes Niveau im Training. Keiner ist sich sicher, dass er im nächsten Spiel starten wird“, beobachtet Velcic. „Spieler wie Adrian Bergmann, Lennard Larysz oder Leon Hoppe geben Vollgas.“ Dass mit zunehmender Konkurrenz die Einsatzzeit des ein oder anderen Spielers sinken könnte, ist Teil des Sports. Aber Alen Velcic versichert: „Jeder erhält die gleiche Chance und kann sich seine Einsätze erarbeiten.“

Wilson fällt aus, Sitton vielleicht auch

Während also Pierce am Samstag gegen den VfL Bochum sein Debüt im orangenen Trikot geben wird, wird ein anderer Spieler voraussichtlich ausfallen: Center Quatarrius Wilson zog sich vor einer Woche in Rostock eine Knieverletzung zu, am Freitag begab er sich in eine MRT-Untersuchung. Dann wissen die Panthers die genaue Art der Verletzung und die Ausfallzeit. Auch der Einsatz von Forward Grant Sitton ist noch unsicher. Der US-Amerikaner verweilte zuletzt aus privaten Gründen in der Heimat, hätte in Rostock aber wegen einer Knöchelverletzung ohnehin nicht spielen können. Nun ist Sitton wieder im Land, ob sein Knöchel einen Einsatz erlaubt, bleibt abzuwarten. Somit könnten den Panthers mit Wilson und Sitton im schlimmsten Fall zwei ihrer drei größten Spieler fehlen – für ein Team, das ohnehin schon Probleme im Rebounding hat, wäre dies ein großer Verlust.

„Gegen Bochum zählt für uns nur ein Sieg“
Alen Velcic

Doch auch die Sparkassen-Stars, eine Abteilung des für den Fußball bekannten VfL Bochum, kommen nicht in Bestbesetzung in die Deutenberghalle. Mit Center Björn Rohwer und Guard Tony Hicks werden zwei Stützen ausfallen. Ohne das Duo verloren die Ruhrstädter vergangene Woche in Kirchheim, sodass sie nun genauso wie die Panthers bei einer 2:2-Bilanz stehen. Das Team um Trainer Felix Banobre pflegt einen offensiven und schnellen Stil und wird von Experten als einen sehr starken Aufsteiger eingeschätzt, der nicht zu den ersten Abstiegskandidaten zählt. „Gegen Bochum zählt für uns nur der Sieg“, sagt Panthers-Trainer Velcic, fügt aber an: „Sie haben erfahrene Leute und werfen sehr viel von außen. Wir dürfen sie nicht zur Entfaltung kommen lassen, sondern müssen kontrolliert spielen.“