Inlinespeedskating: Die Enttäuschung bei den Inlinern war groß, als im April das Geisingen international aufgrund der Corona Pandemie abgesagt werden musste. Doch jetzt kommt mit dem Trainingsbetrieb nach Hygienevorschriften und einem kleinen Event wieder etwas Leben in die Szene.

Am Sonntag peilt Felix Rijhn einen neuen Stundenweltrekord im Speedskating an. Innerhalb von 60 Minuten will deutsche Profi-Inlinespeedskater so viele wie mögliche Runden auf dem Geisinger Oval drehen. Bei den Frauen will Mareike Thum den Weltrekord in Angriff nehmen. Sie startet seit 2015 für das Arena Geisingen Team.

„Es gab bis dato eigentlich kein Regelwerk für einen Geschwindigkeitsrekord auf Skates“, so Felix Rijhn. „Mit dem Verband zusammen wurde nun ein 20-seitiges Regelwerk erstellt und somit können wir am Sonntag auf Weltrekordjagd gehen“, freut sich der 29 jährige Darmstädter.

Es gibt zwar wohl einen Geschwindigkeitsrekord über 38,6 km/h, allerdings wurde dieser auf einem ein Kilometer langen Straßenkurs erzielt. Rijhn: „Das neue, offizielle Regelwerk jedoch sieht nun vor, dass der Weltrekord auf einer 200 Meter Bahn gelaufen werden muss. Zum Glück haben wir genau solche Voraussetzungen in Geisingen“.

Seine bisher größten Erfolge feierte Rijhn 2017 mit dem Weltmeistertitel über 10000 m (Punkterennen). Ein Jahr später gewann er den WM-Titel über die 42-km-Marathon-Distanz und 2019 wurde er der erste männliche Sieger aus Deutschland beim Berlin-Marathon, der größten Inline-Speedskating-Veranstaltung der Welt. Gleichzeitig gewann er erstmals den Gesamtweltcup (World-Inline-Cup). Mareike Thum holte 2018 und 2019 den Weltmeistertitel über 1000 m auf der Bahn. Die 29-jährige kommt ebenfalls aus Darmstadt.

Start für Felix Rijhn ist am Sonntag um 14 Uhr, Mareike Thum geht um 15.30 Uhr auf Weltrekordjagd. Zusätzlich sind in Geisingen noch einige Sprintevents geplant, unter anderem geht es um den Arena Rekord über die fliegende 200 Meter Runde.