Volleyball-Regionalliga, Damen: Am Dienstag sind die Volleyballerinnen des TV Villingen wieder in das Teamtraining für die kommende Saison eingestiegen. Zunächst wird in mehreren Einzelgruppen trainiert, wobei die Blockarbeit am Netz wegen des geringen körperlichen Abstandes noch nicht erlaubt ist. Seit dem vergangenen Montag ist Hallentraining in Villingen wieder erlaubt. „Meine Spielerinnen sind unglaublich glücklich, dass sie wieder trainieren dürfen. Wir hatten zuletzt etwas Beachvolleyball gespielt, aber ein wirklicher Ersatz für das Hallentraining war das nicht. Wir halten uns strikt an die Vorgaben und arbeiten in kleinen Gruppen in der Halle“, betont Trainer Sven Johansson. Gleich zum Auftakt war die Mannschaft komplett dabei.

Für die kommende Saison gibt es beim Regionalligisten zwei personelle Veränderungen. Martina Sias hat den TV Villingen verlassen und mit Laura Frese steht ein Neuzugang fest, sodass Johansson und sein Assistent Robert Senk wieder auf einen Kader von zwölf Spielerinnen setzen dürfen.

Martina Sias wird aus gesundheitlichen Gründen mit dem Leistungssport aufhören. Etwas Glück half den Villingerinnen, schnell Ersatz zu bekommen. Laura Frese vom Ligakonkurrenten FV Tübinger Modell schließt sich dem TV Villingen an. Die Mittelspielerin wird in Schwenningen ein Studium beginnen und hat Johansson definitiv für die kommende Saison zugesagt. „Ich kenne Laura aus vielen Spielen gegen uns. Sie wird uns verstärken. Möglicherweise werden wir uns mit ihr über eine neue Position unterhalten. Diagonal oder auf Annahme außen wäre sie ein Eins-zu-eins Ersatz für Martina“, ergänzt Johansson. Wieder komplett einsatzfähig ist die langzeitverletzte Lisa Spomer.

Noch völlig offen ist, wie sich die Regionalliga in der kommenden Saison zusammensetzt. Tabellenführer USC Konstanz darf in die Dritte Liga aufsteigen und will dies auch wahrnehmen. Villingen als Tabellenzweiter der abgebrochenen Saison hätte Aufstiegsspiele bestreiten dürfen. Diese entfallen aber. Offen ist, ob es Rückzüge von Vereinen aus höheren Spielklassen gibt und diese Ligen in diesem Fall aufgestockt werden. „Aktuell planen wir für die Regionalliga. Alles andere müsste, sollte es Anfragen geben, neu bewertet werden“, fügt Johansson an.

Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft oder jüngeren Jahrgängen in die erste Mannschaft hochzuziehen, ist laut Johansson zunächst nicht geplant. Die zweite Mannschaft, die in der Oberliga beim Saisonabbruch den letzten Platz belegte, darf eine weitere Saison in der Liga bleiben, da es nur Auf- und keine Absteiger gibt. „Mit Oberligatrainer Dirk Becker sind wir uns einig, dass unsere zweite Mannschaft das Spielrecht dort auch wahrnehmen wird. Die Spielerinnen haben in der vergangenen Saison viel gelernt und werden auch von einer zweiten Oberliga-Saison profitieren“, ist sich Johansson sicher.