Eishockey: Nach 135 Tagen geht es endlich wieder los: Die Wild Wings starten in die DEL-Saison 2022/23. Was könnte es Besseres geben als einen Start mit einem Derby. Die Schwäne gastieren am Freitag (19.30 Uhr) bei den Adler Mannheim. Zum ersten Auftritt in der Helios-Arena wird am Sonntag (16.30) die Düsseldorfer EG erwartet.

Die Trainer-Meinung

Nach knapp sieben Wochen intensiver Vorbereitung fiebern nicht nur die Wild Wings dem ersten Spiel entgegen. „Wir sind bereit. Wir gehen mit viel Selbstvertrauen in diese Partie, aber ohne Überheblichkeit. Wir haben uns dieses Selbstvertrauen hart erarbeitet, genauso wie unsere guten Ergebnisse in der Vorbereitung“, ist der neue Trainer Harold Kreis froh, dass es nun ernst wird.

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Für den Coach ist das erste Wochenende dabei gleich ein besonderes. Kreis war für beide Gegner lange aktiv, in Mannheim auch als Spieler, von der DEG wechselte der 63-Jährige im Frühjahr an den Neckarursprung. Das allerdings, spielt für den Headcoach überhaupt keine Rolle. „Ich kann mit Nostalgie nichts anfangen und lebe nicht in der Vergangenheit. Wir schauen auf uns“, so Kreis, dessen Familie vor den Toren Mannheims lebt.

Das sagt die Mannschaft

Das Spiel der Wild Wings konnte man sich in den vergangenen Wochen sieben Mal ansehen, sechs mal gingen die Schwaben dabei als Sieger vom Eis. Das aber ist nun alles Makulatur. Gegen den Titelmitfavoriten aus der Kurpfalz dürfte es ungleich schwieriger werden. Aber: „Es ist besser, Mannheim gleich am Anfang zu haben. Normalerweise spielen da beide Teams noch etwas abwartender und man könnte sie vielleicht kalt erwischen“, meint Verteidiger Johannes Huß. Die Profis um Kapitän John Ramage sind aufgeregt, aber nicht nervös. „Man freut sich auf die vermutlich tolle Kulisse. Es wird sicher sehr laut und das macht viel Spaß“, erklärt Assistenzkapitän Ken-André Olimb.

Die Vorbereitung auf das Spiel

Am Freitagmittag um 13.15 Uhr ist Abfahrt in die Quadratestadt. Zuvor wird es in der Helios-Arena ein letztes kurzes Training geben, anschließend ein gemeinsames Mittagessen. Doch bereits in der Nacht zuvor stellen sich die Spieler mental auf das kommende Spiel ein. „Man denkt schon an den Gegner, lässt sich viele Dinge aus dem Training nochmals durch den Kopf gehen“, berichtet Ramage. Die Hausaufgaben allerdings sollten gemacht sein. In gut 30 Trainingseinheiten haben die Schwenninger das Spielsystem von Harold Kreis verinnerlicht. „Wir haben alles besprochen. Es ist nicht so, dass wir vor der Prüfung noch acht Stunden pauken müssen. Ich erwarte eine disziplinierte Mannschaft und gute Entscheidungen mit der Scheibe“, lautet die Vorgabe des Coaches.

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Die Personalsituation

Bis auf Alexander Karachun hat Kreis alle Mann an Bord. Somit ist ein deutscher U 23-Akteur überzählig, der zuhause bleiben muss. Wen es treffen wird, entscheidet sich nach dem Abschlusstraining. Ebenfalls nicht mit dabei wird Philip Feist sein. Der Youngster wird am Freitag bei Kooperationspartner EHC Freiburg in der DEL2 spielen.

Das Sonntagsspiel

Mit der Düsseldorfer EG kommt der Ex-Klub des Trainers und von Sportdirektor Christof Kreutzer in die Helios-Arena. Besondere Kenntnisse weisen die SERC-Verantwortlichen deshalb aber nicht auf. „Ich habe sie noch nicht gesehen, es gab kein Videomaterial“, so Kreis. Auch der Bruder von Kreutzer, Daniel (Co-Trainer bei der DEG), gab selbstredend keine Infos weiter. „Wir kümmern uns um Düsseldorf dann am Samstag“, sagt der SERC-Cheftrainer.

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