Immerhin konnten die Schwenninger endlich wieder einmal mit fast kompletter Mannschaft auflaufen. Mit nach Berlin gereist waren also der genesene Tylor Spink und Torhüter Joacim Eriksson nach seiner Pause aus familiären Gründen. Der Schwede kehrte zurück zwischen die Pfosten, Tylor Spink an die Seite von Bruder Tyson. Mit den Zwillingen stürmte Alexander Karachun.

Auch zwei weitere Angriffsformationen hatte Trainer Christof Kreutzer verändert. So führte Kapitän Travis Turnbull, bei dem im Übrigen vor Kurzem noch eine Vertragsauflösung aus privaten Gründen im Raum gestanden haben soll, den jungen Manuel Alberg und Patrik Lundh. In der Verteidigung fehlte nochmals Will Weber, der aber am kommenden Sonntag in Krefeld wieder dabei sein kann.

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Schwerer konnte die Aufgabe für das Team von dem als Sportdirektor und Coach heftig in der Kritik stehenden Kreutzer gar nicht sein. Die Eisbären befanden sich den letzten Wochen in Topform, zierten die Tabellenspitze. Das aber schien die Wild Wings eher nicht zu beeindrucken. Zum ersten Mal seit Wochen verschliefen sie den Auftakt nicht, gingen nach nur 44 Sekunden gar in Führung. Karachun traf zum 1:0.

Der Dämpfer folgte aber schnell. Drei Minuten und 49 Sekunden später fälschte Yannick Veilleux in Überzahl einen Schuss von Matthew White zum 1:1 ab. Es entwickelte sich fortan ein recht offenes Spiel, in dem aber erstaunlicherweise die Gäste die besseren Möglichkeiten hatten.

Drittel der ersten Saisontore

Doch weder ein sehr gutes Überzahlspiel, noch Hadraschek, Johannes Huß oder Turnbull kamen zu einem weiteren Treffer. Berlin hingegen schon. Ex-NHL-Spieler Frans Nielsen machte in der 16. Minute das nicht ganz verdiente 2:1 für die Gastgeber.

Es folgte das Drittel der ersten Saisontore. Das galt nicht für Marcel Noebels‘ 3:2, wunderbar vorbereitet von Leonhard Pföderl (32.). Wohl aber für die Schwenninger Patrik Lundh und John Ramage. Eigentlich waren die Eisbären besser aus der Pause gekommen, diesmal aber trafen die Schwarzwälder. Turnbull scheiterte zunächst an Berlins Goalie Tobias Ancicka, passte den Abpraller quer und Lundh bejubelte seinen ersten Treffer für die Wild Wings (28.) zum 2:2.

Entscheidung fällt im Schlussdrittel

Den Ausgleich verdienten sich die Schwäne durchaus, ebenso wie später den Treffer zum 3:3. Olimb hatte einen Fehlpass abgefangen, seine Vorlage versenkte Ramage gegen seinen Ex-Klub. „Wir schalten gut um, müssen aber enger am Mann sein“, meinte der in Schwenningen nicht sehr glückliche Lundh nach dem Mittelabschnitt.

Doch im Schlussdrittel gerieten der Schwede und seine Kollegen erneut in Rückstand. Frank Hördler gelang früh das 4:3 (43.) für die Eisbären aus Berlin. Ein drittes Mal konnte Schwenningen nicht ausgleichen. Am Ende war es eine etwas ärgerliche Niederlage, ein Punkt wäre für die Wild Wings beim Tabellenführer durchaus verdient gewesen. Schon am Sonntag geht es für Schwenningen auswärts weiter bei den Krefeld Pinguinen (14 Uhr).