Fußball, südbadischer Vereinspokal, 2. Runde: DJK Donaueschingen – FC 08 Villingen (Mittwoch, 18 Uhr). Landesligist Donaueschingen sieht sich gegen die zwei Ligen höher spielenden Villinger in der klaren Außenseiterrolle. „Um eine Chance zu haben, müssen wir einen außergewöhnlich guten Tag erwischen und Villingen einen ganz schlechten. Die Vorfreude ist bei uns dennoch riesengroß. Sich mit der besten Mannschaft der Region zu messen, ist immer ein Höhepunkt, zumal es um einiges geht“, sagt DJK-Trainer Benjamin Gallmann und fügt an: „Wir wollen den hoffentlich vielen Zuschauern eine gute Partie bieten.“

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Bis auf die verletzten Kevin Hoheisel und Hendrik Hölzenbein, die beide erst in der Rückrunde wieder zur Verfügung stehen, hat der DJK-Trainer personell die Qual der Wahl. „Einerseits ist das ideal. Andererseits stehen einige schwierige Entscheidungen an. Die Leistungsdichte ist bei uns so hoch, dass ich einige Spieler enttäuschen werden muss, wenn sie nicht in der Start-Elf stehen“, so Gallmann. Vier bis fünf Wechsel wird es dennoch im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen Bad Dürrheim am Sonntag geben, wobei Gallmann im Vorfeld nur einen benennt. Robin Karcher wird für Kay Schlageter zwischen den Pfosten stehen. „Der Wechsel war schon vor dem Spiel gegen Bad Dürrheim abgesprochen. Beide sollen eine dieser zwei Partien bestreiten“, verdeutlicht der DJK-Trainer.

Wenn Marcel Yahyaijan, Chef-Trainer des FC 08 Villingen, an das Pokal-Spiel seiner Mannschaft bei der DJK Donaueschingen denkt, spricht er von einer „positiven Brisanz“. Der er mit Spannung, aber auch Vorfreude entgegenfiebert. Allein die räumliche Nähe sorge dafür, die personelle Situation ist ein weiterer Aspekt. „Man kennt sich, einige Spieler sind sogar befreundet, viele von ihnen waren schon bei uns und sind von daher gut abgebildet“, zählt er auf. Noch dazu war Villingens Athletik-Trainer Christian Leda lange Jahre dort als Coach tätig. Alles Gründe, um der Begegnung zusätzlichen Zündstoff zu verleihen. „Dem ein oder anderen von uns, der nicht ganz die regionalen Zusammenhänge kennt, musste ich diese Bedeutung erst erklären“, sagt Yahyaijan mit einem Schmunzeln.

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Der Villinger Chefcoach weiß, dass in dieser Partie viele Emotionen stecken werden – auf, aber auch außerhalb des Platzes. „Die Donaueschinger werden alles daran setzen, uns zu ärgern und für eine Überraschung zu sorgen. Deshalb müssen wir von Beginn an die richtige Einstellung an den Tag legen. Vielleicht auch gegen einen eher defensiv eingestellten Gegner geduldig bleiben und eine ähnliche Leistung wie in der ersten Runde in Radolfzell und zum Oberliga-Auftakt gegen Freiburg bringen“, fordert er. Yahyaijan sieht keine Veranlassung, grundsätzliche Veränderungen an seinem Kader vorzunehmen. „Diese Partie ist zu wichtig, um von vorneherein zu rotieren. Selbst wenn wir derzeit ein ziemlich straffes Programm zu absolvieren haben. Alle Spieler sind einsatzfähig und in einem guten Fitnesszustand.“

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Der Respekt vor der DJK ist bei Yahyaijan groß: „Für mich ist Donaueschingen eher ein Verbands- denn ein Landesligist. In der Rückrunde der vergangenen Saison haben sie gut gepunktet, den möglichen Klassenerhalt eher vorher verspielt.“ Noch dazu habe sich der Gegner zu einer Art „Pokal-Schreck“ gemausert. Der Villinger Trainer verweist auf die Final-Teilnahme im letztjährigen Wettbewerb gegen Oberachern oder als es die DJK vor vier Jahren bis ins Halbfinale schaffte. Dass es in dieser Erfolgsgeschichte kein neues Kapitel gibt, dafür will der FC 08 sorgen.