Nach einer Corona-Erkrankung muss der 27-jährige Domenic Weinstein auf die Teilnahme an der Europameisterschaft in München an diesem Wochenende verzichten. Die Titelkämpfe werden im Rahmen der viel beachteten European Championships ausgetragen. Der SÜDKURIER sprach mit dem Unterbaldinger.

Herr Weinstein, wie geht es Ihnen aktuell gesundheitlich?

Danke, es geht wieder bergauf. Ich bin jetzt eine Woche wieder im Training, absolviere meine täglichen Trainingskilometer und es wird leistungsmäßig immer besser.

Wie groß ist für Sie der Rückschlag, nicht bei den Titelkämpfen in München auf die Bahn gehen zu dürfen?

Natürlich ist es schade, dass ich die Titelkämpfe verpasse. Ich hatte mich zuvor gut vorbereitet und mir Hoffnungen gemacht, in München eine gute Leistung zu zeigen. Ich war in einer guten Form – bis Corona kam. Ich bin aber auch realistisch. Nach der Krankheit und dem Trainingsausfall wäre das Leistungsoptimum nicht möglich gewesen.

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Verfolgen Sie die Europameisterschaft zuhause am Fernseher oder gar vor Ort in München?

Zuerst habe ich tatsächlich überlegt, ob ich nach München fahre. Aber es macht wenig Sinn dort nur an der Bahn zu stehen. Da hilft mir das Straßentraining aktuell deutlich weiter.

Sind Straßenrennen für Sie aktuell ein Thema?

Ja, ich starte nächste Woche im deutschen Trikot bei einer Rundfahrt im Baltikum. Die Etappen sind sehr lang und anspruchsvoll, dafür nicht so bergig. Das sollte mir entgegenkommen. Ich freue mich auf den Start und will mit einer guten Form antreten.

Im Oktober steht in Paris die Weltmeisterschaft an. Wie groß sind Ihre Chancen, da zu starten?

Da will ich natürlich wieder dabei sein. Das ist mein nächstes Ziel.

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In der 4000 Meter Einzelverfolgung und in der Mannschaftsverfolgung?

Ich habe nach 2019 meinen Fokus mehr auf die Mannschaftsverfolgung ausgerichtet. Da peilen wir ein gutes Resultat an. Sollte ich richtig fit sein, und die Trainer nominieren mich für die Einzelverfolgung, dann wäre ich dazu bereit.

Sie waren schon zweimal bei Olympischen Spielen am Start. Folgt 2024 in Paris die dritte Teilnahme?

Die zwei Teilnahmen an Olympischen Spielen sind im Rückblick noch immer großartige Ereignisse und waren tolle Erlebnisse. Zum dritten Mal nominiert zu werden, wäre eine wunderbare Geschichte und vielleicht auch ein toller Abschluss meiner Karriere. Dazu muss ich jedoch zu den fünf besten deutschen Fahrern gehören. Seit 2016 mit den Spielen in Rio habe ich viele Erfahrungen gesammelt. Ich werde für dieses Ziel 2024 alles geben und möchte zum dritten Mal an den Start gehen.