Basketball, ProA: Für die wiha Panthers steht ein richtungsweisendes Doppelspieltags-Wochenende bevor. Zunächst gastieren die Schwenninger am Freitag (19:30 Uhr) in Bochum und empfangen am Sonntag (17 Uhr) die Uni Baskets Paderborn. Dabei können sie auf einen weiteren Neuzugang bauen.

Der zuletzt durch Verletzungsprobleme arg dezimierte Kader der Schwenninger Basketballer füllt sich zusehends. Einen Tag nach der Verpflichtung von Demarkus Stuckey präsentieren die Panthers mit Robert Drijencic einen weiteren Wunschspieler von Trainer Alen Velcic. Der 25-jährige Point Guard wechselt aus Bremerhaven in den Schwarzwald und hat bei den Panthers einen bis zum Saisonende gültigen Vertrag unterschrieben.

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Der Name Drijencic ist Basketballfans in Deutschland seit einigen Jahren ein fester Begriff. Seit dem Jahr 2015 ist Robert Drijencics Vater Mladen Head Coach bei Bundesligist EWE Baskets Oldenburg. Seine ersten Schritte im Basketball machte Robert Drijencic in Krefeld beim SC Bayer Uerdingen. Im Jahr 2010 wechselte er als 14-Jähriger mit seinem Vater ins Oldenburger Programm. In der Saison 2017/2018 feierte er sein Bundesligadebüt mit der Erstligamannschaft der Oldenburger. Insgesamt verbuchte der Trainersohn 16 Einsätze in der Basketball-Bundesliga. Im vergangenen Sommer schloss sich Drijencic den Eisbären Bremerhaven an, erhielt dort aber nur geringe Einsatzzeiten. Künftig wird der Point Guard bei den Panthers mit der Nummer 12 auflaufen.

Nach den beiden Niederlagen gegen das Top-Team Medipolis SC Jena, in denen sich eine stark dezimierte Schwenninger Mannschaft bravourös schlug, gilt es bei den Panthers den Blick nach vorne zu richten. Frisch „geboostert“ mit den Neuverpflichtungen, wollen die Doppelstädter in der Rückrunde das Feld von hinten aufrollen. Aktuell befindet sich die Mannschaft von Trainer Alen Velcic mit einer Bilanz von sieben Siegen und zehn Niederlagen im Niemandsland der Tabelle. Als zwölftplatziertes Team trennen die Schwarzwälder momentan sechs Punkte von Platz acht, zugleich Eintritts-Ticket für die Playoff-Runde. Vier Zähler beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsränge, die ab Rang 15 beginnen.

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„Wir haben keinen Bock, irgendwo um die Plätze 11, 12, 13 zu spielen. Wir wollen unbedingt in die Playoffs“, unterstreicht Velcic die Ambitionen der Panthers. „Mit Waverly Austin, Demarkus Stuckey und Robert Drijencic haben wir nicht nur Lücken in unserem Kader gestopft, die durch Verletzungen entstanden sind. Wir haben auch noch mal viel Qualität dazugewonnen. In der Rückrunde wollen wir die Siege holen, die wir uns in der Hinrunde oft durch eigene Nachlässigkeiten aus der Hand nehmen ließen.“

Nun beginnen für die Panthers die Wochen der Wahrheit. Bereits am Wochenende stehen zwei richtungsweisende Partien auf dem Programm. Zunächst geht es am Freitag für die Doppelstädter ins Ruhrgebiet zu den VfL SparkassenStars Bochum. Nach mehreren Jahren in der ProB ist der Mannschaft von Head Coach Felix Banobre der Aufstieg in die ProA gelungen. Zuletzt plagte die Bochumer Mannschaften um Topscorer Dominic Green (18,8 Punkte) allerdings eine Verletzungsmisere. Das Team rutschte auf Rang 14 ab. Im Hinspiel gelang den wiha Panthers ein 96:85-Heimerfolg über den Aufsteiger.

Die Uni Baskets Paderborn, die am Sonntag in der Deutenbergsporthalle gastieren, stehen aktuell dort, wo die Panthers hinwollen: auf einem Playoff-Rang. Mit runderneuertem Kader befinden sich die Ostwestfalen in dieser Saison wieder schnurstracks auf Playoff-Kurs. Bereits kurz nach der Hinrunde haben die Paderborner mit zehn Siegen so viele Spiele gewonnen wie in der gesamten letzten Spielzeit. Aktuell stehen die Baskets mit 10:7-Siegen auf Platz 5. Dabei führt der quirlige Point Guard Jordan Barnes die Paderborner in den Kategorien Punkte (17,7) und Assists (7,6) an.

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Im Hinspiel gelang den Schwenningern ein 86:92-Auswärtserfolg. Bei der Partie am Sonntag kommt es zum Wiedersehen mit Lars Lagerpusch. Der frühere Junioren-Nationalspieler war zu Beginn der vergangenen Saison im Kader der Panthers, kam aber verletzungsbedingt zu keinem Einsatz für die Doppelstädter. Velcic: „Paderborn ist in dieser Saison mitten im Rennen um die Playoff-Plätze. Zuhause wollen wir einen Sieg gegen einen unmittelbaren Konkurrenten einfahren.“ Die wiha Panthers hoffen darauf, dass in den beiden Partien am Wochenende David Cohn wieder einsatzfähig ist. Der Schwenninger Spielmacher musste zuletzt aufgrund einer Fersenverletzung aussetzen.

Die Panthers hoffen beim Heimspiel gegen Paderborn auf eine ähnlich grandiose Fanunterstützung wie bei den letzten Heimpartien. Bis zu 500 Zuschauer können am Sonntag (17 Uhr) unter 2-G-Plus Regelung das Spiel vor Ort erleben. Eintrittskarten können ausschließlich über den Online-Ticketshop erworben werden.