Basketball, ProA: Das Lizenzierungsverfahren zur kommenden Saison in der 2. Basketball-Bundesliga ist abgeschlossen. Die wiha Panthers Schwenningen erhalten wie erwartet eine ProA-Lizenz mit Auflagen und werden somit das zweite Jahr in Folge in Deutschlands zweithöchster Klasse an den Start gehen.

16 Vereine erhalten eine Lizenz für die ProA, darunter vier mit Auflagen. Wahrscheinlich ist allerdings, dass der Unterbau der Bundesliga mit 15 Teams an den Start gehen wird, da sich der ProA-Tabellenführer der vergangenen Saison, die Niners Chemnitz, um eine Erstliga-Lizenz bemühen. Somit würde die ProA mit zwei Mannschaften weniger als noch im Vorjahr beginnen. Der FC Schalke 04 zog sich aufgrund finanzieller Nöte gänzlich aus dem Profi-Basketball zurück. Hinzu kommt, dass auch die sportlich qualifizierten ProB-Ligisten aufgrund der Corona-Krise die Mittel für einen Aufstieg nicht haben, und es demnach keinen Aufsteiger geben wird. In der ProB werden zwei Staffeln mit je zwölf Mannschaften ausgetragen.

Finanzielle Hilfe vom Staat

Die wiha Panthers freuen sich über den Zuschlag für die kommende Saison. „Wir sind sehr glücklich, dass wir trotz der Krise diese Hürde richtig gut gemeistert haben“, sagt Panthers-Pressesprecher Manuel Schust. Dies bedeute auch, dass die Schwenninger Basketballer den vorzeitigen Saisonabbruch finanziell relativ gut überstanden haben. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen. Mit wiha, Helios oder auch Kübler haben wir verlässliche Partner, die uns sehr geholfen haben“, so Schust. Zudem kommt, dass der Bundestag am Donnerstag einen milliardenschweren Haushalt beschloss, der den Profi-Sportvereinen der ersten und zweiten Ligen kräftig unter die Arme greift. Bis zu 80 Prozent der weggefallenen Zuschauereinnahmen zwischen April und Dezember 2020 können aus diesem Topf erstattet werden. „Das wäre für uns natürlich ein Segen, weil wir mit diesen Einnahmen gar nicht gerechnet hätten“, erklärt Schust.

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Die mit der ProA-Lizenz der Panthers verbundenen Auflagen sind lediglich Kleinigkeiten. So müssen die Panthers bis Ende August eine Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr sowie einen Arbeitsvertrag nachliefern und belegen, dass der Verein über die erforderliche Mindestanzahl an Jugendmannschaften verfügt.

Wann die neue Saison in der ProA starten kann, steht weiterhin noch nicht fest. Eine Task Force der Liga, in welcher auch Schust sitzt, erarbeitet verschiedene Szenarien, die über den Saisonauftakt entscheiden. Ein regulärer Beginn Ende September gilt als eher unwahrscheinlich.

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