Basketball, 2. Bundesliga Pro A: Nach den vielen Verletzungs- und Krankheitsfällen im Team sind die Wiha Panthers auf dem Transfermarkt tätig geworden und verstärken sich mit Point Guard Demarkus Stuckey.

Die vergangenen Wochen waren hart für die Panthers und ihre Fans. Nach einem guten Saisonstart mit fünf Siegen aus den ersten sieben Ligaspielen erwischte die Mannschaft eine in der Schwenninger Basketball-Historie beispiellose Krankheits- und Verletztenwelle. Vor allem auf den Guard-Positionen wurde die Rotation durch die längerfristigen Ausfälle von Chris Frazier (Schulterverletzung) und Lennard Larysz (gesundheitliche Probleme) denkbar dünn. Nachdem sich jüngst auch noch David Cohn in die Riege der Verletzten einreihen musste (Fersenverletzung), standen die Schwenninger in den beiden Spielen gegen Medipolis SC Jena ohne gelernten Spielmacher da. Dementsprechend schwierig gestaltete sich das Offensivspiel der Doppelstädter und vor allem in den entscheidenden Phasen leistete sich die Mannschaft zu viele Ballverluste und Fehler.

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„Durch die Ausfälle von Chris und Lenny ist unser Plan B für den Spielaufbau komplett weggebrochen“, erklärt Panthers Head-Coach Alen Velcic und fügt an. „Nicht erst seit Davids Verletzung war klar, dass wir auf dieser Position dringend weitere Optionen brauchen. Auch um für David mehr Entlastung zu schaffen.“ Auf der Suche nach Verstärkung ist die sportliche Leitung der Panthers auf Demarkus Stuckey aufmerksam geworden. Der 26-jährige Amerikaner unterschrieb nun bei den Doppelstädtern einen Vertrag bis zum Ende der Saison und soll der Mannschaft mehr Optionen im Spielaufbau verschaffen.

Zu Beginn seiner Karriere probierte sich Stuckey an verschiedenen Colleges zunächst noch mit überschaubarem Erfolg. Erst in der Saison 2018/2019 ging sein Stern plötzlich auf. Am Goshen College (NAIA) erzielte Stuckey starke 21,3 Punkte und 5,0 Assists. Bevor der 1,83 Meter große Point Guard seine Profilaufbahn in Europa begann, führte er in den USA die Fort Wayne Flite ins Finale der CBA (Central Basketball Association). Nach Stationen im Kosovo und Montenegro lief Stuckey zuletzt in Zypern auf und legte dort für den Erstligisten Enosis Neon Paralimni beeindruckende Zahlen auf. In seinen elf Einsätzen für die Zyprioten gelangen dem 1,83 Meter großen Point Guard durchschnittlich 15,1 Punkte, 5,8 Rebounds und 4,5 Assists pro Spiel.

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„Ich sehe mich als variablen Spielmacher, der im Halbfeld und auch im Tempobasketball spielen kann“, beschreibt sich der Schwenninger Neuzugang selbst. „Der Hauptgrund bei den Panthers zu unterschreiben waren für mich die guten Gespräche mit Trainer Alen Velcic. Ich freue mich darauf, in Deutschland meine Karriere fortsetzen zu können und will mit den Panthers in die Playoffs einziehen“

„Demarkus Stuckey ist ein sehr interessanter Spieler, der jede Menge Steal-Potenzial mitbringt“, freut sich Velcic über den neuen Point Guard, der für die Wiha Panthers mit der Nummer 5 auflaufen wird. „Bei vielen Teams fliegt er weit unter dem Radar, kommt aber aus einer interessanten Liga, in der auch Nate Britt gespielt hat. Er ist guter Werfer und Scorer und bringt ein unglaublich tolles Mindset und starke Führungsqualitäten mit.“

Nach der Verpflichtung von Demarkus Stuckey wollen die Schwenninger schon bald einen weiteren Neuzugang präsentieren, um für die anstehenden Wochen der Wahrheit gut gerüstet zu sein. An diesem Wochenende stehen für die Schwenninger zwei richtungsweisende Partien auf dem Programm. Am Freitag (19.30 Uhr) gastieren die Neckarstädter beim Aufsteiger VfL Sparkassenstars Bochum. Zwei Tage später findet das Heimspiel gegen die Uni Baskets Paderborn (Sonntag, 17 Uhr) in der heimischen Deutenberghalle statt.