Eishockey: Ordentlich Arbeit gibt es in diesen Tagen für die Schwenninger Profis. Am Mittwochabend besiegten sie in eigener Halle die Kölner Haie, am Freitagabend geht es in Bremerhaven gegen die Pinguins (19.30 Uhr) und am Sonntag (19 Uhr) kommen die Bietigheim Steelers zum schwäbischen Derby.

Das Mittwoch-Spiel

Die Partie am vergangenen Mittwoch gegen die Haie glich einem Steigerungslauf der Gastgeber. War das erste Drittel noch zäh zum Zusehen, aber intensiv und auf Augenhöhe geführt, wurden vor allem die Wild Wings anschließend immer besser. Das 1:0 durch Tylor Spink erwies sich als der berühmte „Büchsenöffner“. Nach dem 2:1 durch Daniel Pfaffengut auf Vorlage des starken Manuel Alberg, waren die Schwäne nach dem 3:1 von Sebastian Uvira kaum mehr zu bremsen. Im Schlussdrittel dominierten die Gastgeber die Rheinländer. Am Ende stand unter dem Strich ein verdienter Erfolg und damit das Erreichen eines ersten Etappenziels.

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Die Trainer-Meinung

Neun Zähler aus fünf Spielen hatte SERC-Headcoach Harold Kreis vor dem Saisonstart als Zwischenziel ausgegeben. Seine Mannschaft schaffte eine Punktlandung und liegt damit in der natürlich nicht aussagekräftigen Tabelle auf Platz sechs. Vor dem dritten Sieg hatte Kreis seine Sturmreihen kräftig verändert. „Wir haben zuvor in Ingolstadt nicht so gut gespielt. Das hatte nichts mit den Sturmreihen zu tun, aber da haben wir die Option gesehen, etwas zu verändern. Wir hatten das Gefühl, dass manche Spieler vielleicht besser zusammenpassen könnten. Ich fand die Reihe mit Indrasis, Wahl und Uvira besser als die Variante zuvor. Auch Florian Elias bei Olimb und DeFazio war gut, hat Tempo reingebracht. Und Alberg, Pfaffengut und Bassen haben ja schon mal miteinandergespielt und es freut mich, dass sie so viel Gefallen aneinander gefunden habe“, erklärte der Trainer die Umstellungen.

Das sagt die Mannschaft

Tatsächlich ragten besonders der sehr spielfreudige und spritzige Manuel Alberg, der übrigens in Köln geboren wurde, und der sichtlich motivierte Sebastian Uvira aus einer kompakten Mannschaft heraus. Der 29-jährige Schwenninger Neuzugang hatte acht Jahre bei den Haien gespielt, wurde im Sommer recht unsanft „verabschiedet“. „Mann, war das ein geiles Spiel“, lautete denn auch das erste Fazit von „Uvi“. Von Genugtuung allerdings wollte der Torschütze zum 3:1 nicht wirklich reden. „Ja, klar hat es gut getan. Aber in erster Linie hat es heute unheimlich Spaß gemacht. Gerade unsere Reihe hatte einige gute Aktionen und ich bin auch mit meiner persönlichen Leistung zufrieden.“ Durfte er sein. Genauso wie mit der Aussage des Abends von Teamkollege Pfaffengut, der im Interview erklärt hatte, dass die Mannschaft „das Spiel für Uvi gewinnen will“. „Das ist schön zu hören und zeigt, was wir für einen Charakter im Team haben“, freute sich Uvira.

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Die Vorbereitung

Zehneinhalb Stunden nach dem gefeierten Erfolg saßen die Wild Wings dann schon im Bus. Rund zwölf Stunden hatten sie vor sich auf dem mit Baustellen gespickten Weg zu den Fischtown Pinguins nach Bremerhaven. „Das wird sozusagen ein Fernseh-Tag. Die Jungs sollen sich entspannen und erholen, es wird keine Besprechungen geben“, berichtete Kreis über die lange Reise.

Die Personalsituation

Alle Akteure, die gegen die Haie im Einsatz waren, stiegen auch in den Bus an die Nordseeküste. Somit werden nur zwei U23-Spieler im Kader stehen und damit nur 20 Profis auf dem Spielberichtsbogen. Wer das Tor hütet, wollte der Coach noch nicht bekanntgeben.

Das Sonntagsspiel

Für einige Schwenninger Spieler und auch für ihren Trainer ist das schwäbische Derby neu. „Ich freue mich sehr darauf und bin sehr gespannt. Ich denke, da wird die Anspannung und die Vorfreude in der Mannschaft sehr groß sein“, meinte Kreis. Widmete sich dann aber auch sofort den sportlichen Voraussetzungen. Die Bietigheim Steelers zieren bislang das Tabellenende, haben bislang nur einen Punkt auf dem Konto. „Man durfte sie letztes Jahr nicht unterschätzen und das werden wir ganz sicher auch diese Saison nicht tun“, stellte der SERC-Coach klar.