Fußball-Bezirksliga: Vier Bezirksligisten kämpfen am Mittwoch um den Einzug ins Bezirkspokal-Finale am kommenden Sonntag. Im Vorfeld der Halbfinals gab es Überlegungen, den Anpfiff (19 Uhr) zu verlegen, da heute auch das EM-Spiel Deutschland gegen Ungarn (21 Uhr) stattfindet. Die jeweiligen Gegner konnten sich jedoch nicht einigen.

FC Königsfeld – FC Pfaffenweiler (Mittwoch, 19 Uhr): Blickt man auf die Tabelle der abgebrochenen Bezirksliga-Saison so empfängt in diesem Halbfinale der Spitzenreiter den Tabellenzweiten. Entsprechend rechnen beide Trainer mit einer umkämpften Partie. „Das ist ein 50:50-Spiel. Ich sehe beide Teams auf Augenhöhe“, sagt Königsfelds Trainer Patrick Fossé. Er nahm Pfaffenweiler beim Viertelfinalerfolg am Sonntag gegen den FC Schönwald (6:0) unter die Lupe und meinte danach: „Das ist eine sehr disziplinierte Mannschaft, die vorne mit Jallow einen herausragenden Angreifer hat und mit Scholemann in der Defensive einen Spieler, der sein Team sehr gut organisiert.“ Fossé sieht das Duell für seine Mannschaft als „echte Herausforderung“.

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Auch für Patrick Anders, Trainer des FC Pfaffenweiler, ist der Ausgang der Partie „völlig offen“. Wichtig sei für sein Team, dass man gegen die Königsfelder Offensive kompakt stehe. Anders: „Das ist unsere Stärke. Dann können wir auch durch schnelles Umschaltspiel für Tore sorgen.“ Der Auftritt seiner Mannschaft gegen Schönwald überzeugte den Trainer: „Das war für die lange Pause sehr ordentlich. Auch die Grundfitness ist bei den Spielern da“. Anders muss allerdings im Halbfinale auf drei Spieler verzichten. Stefan Link fällt aus, da er geimpft wird. Lars Rohrer fehlt aufgrund einer Rippenprellung und Marc Rohrer ist im Urlaub.

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SV Aasen – FC Bräunlingen (Mittwoch, 19 Uhr): Aasens Trainer Axel Schweizer sieht sein Team in der Außenseiterrolle. „Bräunlingen hat ein starkes Kollektiv, aus dem sogar noch einige Spieler herausragen. Wir müssen versuchen, die Räume eng zu machen und die Passwege zu schließen.“ Schweizer sieht allerdings auch kleine Vorteile bei seinem Team: „Vielleicht kommt uns zugute, dass wir schon ein Spiel hatten und es für Bräunlingen ein Kaltstart ist. Zudem haben wir nichts zu verlieren.“ Ein Ausscheiden aus dem Pokalwettbewerb wäre für den Aasener Coach „nicht tragisch“. Schweizer: „Es ist gut, dass grundsätzlich wieder Fußball gespielt werden kann. Entsprechend groß ist die Vorfreude bei den Jungs.“

Für Bräunlingens Spielertrainer Tevfik Ceylan steht in dieser Partie nicht das Weiterkommen an erster Stelle: „Nach einer solch langen Pause ist das Wichtigste, dass die Spieler verletzungsfrei bleiben. Natürlich wollen wir ins Finale. Aber nicht auf Biegen und Brechen“, sagt Ceylan.

In der Favoritenrolle sieht Ceylan seine Mannschaft nicht: „Nach so einer siebenmonatigen Unterbrechung kann der Fitness-Zustand ein entscheidender Faktor sein und dieser ist bei beiden Mannschaften im Vorfeld nicht vergleichbar.“ Der Spielertrainer beobachtete die Aasener bei deren Viertelfinalsieg am Sonntag gegen den FC Bernau (7:0) und kam zu der Erkenntnis, „dass wir defensiv stabil stehen müssen. Nach vorne werden wir unsere Chancen bekommen.“

Auf eine Verlegung der Partie aufgrund des EM-Spieles Deutschland gegen Ungarn konnten sich beide Mannschaften nicht einigen. Ceylan: „Wir wollten um 18.30 Uhr spielen. Da wiederum wollten die Aasener nicht. Unsere Belastungssteuerung ist auf das Spiel am Mittwoch ausgerichtet, deshalb war für uns die Verlegung auf Donnerstag kein Thema“. Dass die Bräunlinger auf dem Mittwoch-Termin beharrten, sieht Axel Schweizer gelassen. „Wir hätten gerne am Donnerstag gespielt. Bei den Bräunlingern geht das offenbar nicht. Das ist okay für uns“, sagt der Aasener Coach.

Endspiele in Woltedingen

Die Bezirkspokal-Endspiele bei den Aktiven werden am kommenden Sonntag in Wolterdingen ausgetragen. Bei den Frauen stehen die Finalisten bereits fest. Der FC Pfohren trifft um 13 Uhr auf den FC Wolterdingen. Anschließend folgt das Herren-Endspiel. Die für Mittwoch geplanten Halbfinalpartien bei den Frauen wurden vorzeitig abgesagt, da der FC Bräunlingen und der VfB Villingen ihre Mannschaften zurückzogen.