Handball, Landesliga: TV St. Georgen – HSG Konstanz III (Samstag, 19:30 Uhr). Ausgelassen und glücklich über den Auswärtssieg über die HSG Konstanz zeigte sich die Landesliga Mannschaft des TV St. Georgen Anfang März. Dass dieses Spiel das vorerst letzte Pflichtspiel sein sollte und eine fast siebenmonatige Corona-Pause folgen würde, war damals nicht absehbar.

Inzwischen hat man gelernt, mit den Pandemie-bedingten Einschränkungen zu leben. Auch der TV St. Georgen sieht dem Saisonstart am Wochenende positiv entgegen. Die Mannschaft hat inzwischen 18 Wochen Saisonvorbereitung in den Knochen und die Spieler können es kaum erwarten, endlich wieder um Punkte zu kämpfen.

Im ersten Saisonspiel empfangen die Bergstädter mit der HSG Konstanz 3 eine Mannschaft, die schwierig einzuschätzen ist. Durch den Aufstieg der Bundesligareserve in die 3. Liga hat die HSG ihren Spielerpool weiter aufgestockt. Konstanz hat sich inzwischen zu einem professionellen Handballverein gemausert, wovon letztlich auch die dritte Mannschaft profitiert.

Mit Niklas Duffner stellte die HSG in der abgelaufenen Saison den besten Torschützen der Liga. Inzwischen rückte Duffner in den Drittliga-Kader der Seehasen auf. Mit Benedikt Hafner steht aber bereits der nächste ehemalige Jugendbundesliga-Spieler in den Startlöchern. Dass HSG-Trainer Daniel Behrendt die Reise in den Schwarzwald mit einer schlagkräftigen Truppe antreten wird, daran bestehen kaum Zweifel. Eine interessante Personalie aufseiten der Gäste ist sicher Neuzugang und Co-Spielertrainer Thomas Fehrenbacher, dessen Bruder Stefan lange Jahre bei den Bergstädtern zwischen den Pfosten stand.

Ungeachtet des stark besetzten Gegners lautet die klare Marschroute des neuen St. Georgener Trainergespanns Jonas Herrmann/Jan Holzmann, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf einer stabilen Defensive. Hier konnte man in den letzten beiden Trainingsspielen grundsätzlich überzeugen. Im Spiel nach vorne ist es wichtig, die Fehlerzahl möglichst gering zu halten. Personell können die Trainer nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Thule Laabs fehlt studienbedingt. Das Trainergespann hat sich entschieden, mit Theo Assfalg, Lukas Holzmann und Niclas Grieshaber ein Kapitäns-Trio zu installieren.

Der TV St. Georgen hat im Vorfeld Dauerkarten mit festen Sitzplätzen verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr wurde die Anzahl an Dauerkarten mehr als verdoppelt. Die große Nachfrage bedeutete in der vergangenen Woche, dass die Roßberghalle, aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen bereits ausverkauft war. So mancher Fan konnte keine Karte mehr ergattern, doch die Hygiene-Vorschriften lassen dem Verein keinerlei Spielraum.

Kleiner Trost: Die Spiele werden auf dem YouTube-Kanal der Abteilung online Live übertragen. Zum Wohl der ehrenamtlichen Arbeit der zahlreichen Helfer gibt es die Möglichkeit, über www.geisterspieltickets.de virtuelle Tickets, Speisen und Getränke zu kaufen.

Der TV St. Georgen ist mit einem umfangreichen Hygiene-Konzept gut aufgestellt. „Die letzten Wochen waren sehr anstrengend. Die Themen, mit denen wir uns befassen mussten, waren alles andere als einfach zu lösen. Am Ende haben wir aber ein schlüssiges Konzept, mit dem wir zumindest einem Großteil unserer Fans gerecht werden. An oberster Stelle steht jedoch die Einhaltung der Hygiene- und Abstands-Vorgaben. Nichtsdestotrotz wird auf dem Feld Handball gespielt. Und da will sich der TV St. Georgen durch Kampfgeist, Einsatzbereitschaft und Zusammenhalt auszeichnen und den Fans attraktiven Sport bieten“, sagt Handball-Abteilungsleiter Stephan Lermer.

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