Snowboard: Manch einer rieb sich verwundert die Augen, als er am heutigen Mittwochmorgen die Nominierungsliste des Deutschen Olympiateams sah. An Position zwei bei den Snowboardern steht dort der Name Jana Fischer, SC Löffingen. Jene Jana Fischer, die sich Mitte November eine Schultergelenkecksprengung zugezogen hatte und deren Trainer damals ihre Olympia-Chancen „gegen ein Prozent“ einstuften. Die Bräunlingerin war zu diesem Zeitpunkt selbst sehr skeptisch, ob es mit dem Ticket für Peking noch klappt. Die vergangenen Wochen hat sie jedoch im Aufbautraining derart große Fortschritte gemacht, dass sie nun beim winterlichen Großereignis in China dabei ist.

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Die 22-Jährige trainiert erst seit einer Woche wieder auf dem Snowboard. Dass Jana Fischer zum deutschen Olympia-Team gehört, obwohl sie in diesem Winter bislang noch keinen Wettkampf bestritten hat und somit die Nominierungskriterien nicht erfüllen konnte, liegt auch an der Tatsache, dass sie weiterhin die beste deutsche Snowboardcrosserin ist und für den Mixed-Wettbewerb benötigt wird. Um nicht ganz ohne Wettkampfpraxis nach China zu fliegen, startet Fischer am 28./29. Januar beim Weltcup in Cortina d‘Ampezzo. Ihr erstes Rennen in diesem Winter ist zugleich auch die Generalprobe für Olympia. Trotz ihres jungen Alters mit 22 Jahren wird die Juniorenweltmeisterin von 2019 in Peking bereits zum zweiten Mal bei Olympischen Spielen dabei sein. Das Einzelrennen der Snowboardcrosserinnen ist am 9. Februar, drei Tage später ist der Mixed-Wettbewerb.