Handball-Landesliga: SG Gutach/Wolfach – TV St. Georgen (Samstag, 20 Uhr). (sle) Nach der Niederlage gegen die SG Schenkenzell/Schiltach ist der TV St. Georgen erneut auswärts und auch diesmal in einem Derby gefordert. Nach dem Auftaktsieg über die HSG Konstanz war die Euphorie groß. Einen herben Dämpfer gab es für die Bergstädter aber am vergangenen Sonntag gegen die SG Schenkenzell/Schiltach. Zu große Lücken in der Defensive, schlechte Wurfauswahl, mangelnde Abschlussqualität und fehlende personelle Alternativen führten zu der Niederlage.

Gegen die SG Gutach/Wolfach wollen die Bergstädter zurück auf die Siegerstraße. Die Spielgemeinschaft startete mit einer Niederlage gegen den TuS Steißlingen II in die Saison. Dennoch sind die Bergstädter gewarnt, denn SG-Torjäger Julian Brohammer zeigte sich mit 13 Treffern im Mindlestal in starker Frühform.

Die St. Georgener Handballer müssen wieder geschlossener agieren als zuletzt. In Schiltach stand man zu häufig im Eins-gegen-Eins. Gelingt dies, gilt es auch offensiv den Turbo anzuschalten, Torchancen herauszuspielen und eiskalt abzuschließen.

Tobias Hänse und Thule Laabs werden bei den Bergstädtern in den Kader zurückkehren und für mehr Möglichkeiten sorgen. Allerdings fehlt Niclas Grieshaber. Eine erfreuliche Nachricht gibt es inzwischen aus dem Passwesen. Durch eine Corona-bedingte Änderung der Durchführungsbestimmungen gelang es nun doch, ein Zweifachspielrecht für Jan Linhard zu beantragen. Wie häufig Linhard, der auch für die HSG Leinfelden-Echterdingen spielt, bei den Bergstädtern eingesetzt werden kann, bleibt abzuwarten. Dennoch freut sich der TVS, einen Spieler wie Jan, zumindest mit Abstrichen, halten zu können.

Ebenfalls neu und ab sofort spielberechtigt ist Gunar Rahn-Marx. Der 19-Jährige kommt aus der Talentschmiede des VfL Bad Schwartau. Nach einer Rückenverletzung und einigen Monaten Handballpause hat er an der Hochschule Furtwangen ein Studium aufgenommen. „Gunar hat sich vom ersten Training an gut eingefügt und passt perfekt in die Mannschaft. In den nächsten Wochen soll er weiter in das Spielsystem integriert werden, sodass einem Einsatz bald nichts mehr im Wege steht“, sagt St. Georgens Handball-Abteilungsleiter Stephan Lermer über den neuen Mannschaftskollegen.

Mit großen Sorgenfalten beobachtet inzwischen die Vereinsführung das regionale Pandemiegeschehen. Die Vereine verfügen zwar allesamt über ein umfassendes Hygienekonzept, am Ende des Tages zählt aber wohl die 7-Tage-Inzidenz der Landkreise. Die SG wird ohne Zuschauer spielen. Vermutlich kommt es somit zum ersten Geisterspiel überhaupt in der Vereinsgeschichte. Die Fans bleiben dennoch nicht auf der Strecke, denn das Spiel wird erneut Live übertragen.

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