Es sprach vor der Partie nicht viel für die Wild Wings. Auf der einen Seite der klare Favorit aus der bayerischen Landeshauptstadt, der von den letzten sieben Spielen sechs gewonnen hatte.

Auf der anderen Seite die Schwäne, die im Bus nach München viel Platz hatten. Neun Spieler fehlten im Kader, darunter die vier Schwenninger Topscorer in der laufenden Saison.

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Von klar verteilten Rollen war in den ersten Spielminuten allerdings nichts zu sehen. Die Wild Wings kämpften um jeden Zentimeter. Auch das erste Unterzahlspiel überstanden die Gäste schadlos. Danach übernahmen jedoch die Roten Bullen das Kommando auf dem Eis.

Mehrfach stand nun Wild Wings-Torhüter Marvin Cüpper im Mittelpunkt des Geschehens. Der 28-Jährige machte seinen Job herausragend und war der Hauptverantwortliche dafür, dass es torlos in die erste Pause ging.

Spielbestimmende Gastgeber

Im Mitteldrittel zunächst das gleiche Bild. München schießt, Cüpper hält. Bei eigener Überzahl waren die Wild Wing dann drauf und dran, in Führung zu gehen, blieben aber erfolglos. Die Gastgeber waren danach wieder spielbestimmend und nach 27 Minuten und 17 Sekunden war Cüpper zum ersten Mal geschlagen. Ben Smith traf freistehend zum 1:0.

Die Schwenninger Antwort kam jedoch prompt: Nur 24 Sekunden später erzielte Alexander Karachun bei einem Konter den 1:1-Ausgleich.

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Danach kämpften die Wild Wings wieder aufopferungsvoll gegen den Druck der Gastgeber. Den zweiten Gegentreffer in Minute 35 konnten sie aber nicht verhindern. Münchens Frederik Tiffels beförderte die Scheibe mit dem Schlittschuh über die Torlinie. Die Schiedsrichter gingen zum Videobeweis, erkannten keine Kickbewegung von Tiffels und gaben den Treffer.

Die große Frage vor dem Schlussdrittel: Hat der kleine Wild-Wings-Kader noch genügend Kraft, um die Partie zu drehen? Die Hoffnungen der Gäste auf eine Überraschung bekamen aber nach eineinhalb Minuten bereits einen Dämpfer. Wiederum schlug Tiffels zu und erhöhte auf 3:1 (42.). In Überzahl legte Trevor Parkes in der 47. Minute das 4:1 nach.

Aufholjagd reicht nicht zum Ausgleich

Doch die Wild Wings gab sich nicht geschlagen. Tomas Zaborsky brachte die Schwarzwälder im Powerplay auf 2:4 (54.) heran und Max Hadraschek sorgte knapp zwei Minuten später mit seinem Kontertor zum 3:4 wieder für Spannung. Fast wäre den Wild Wings der Ausgleich gelungen, doch München zitterte die knappe Führung über die Zeit. Die leidenschaftlich kämpfenden Schwenninger gingen leer aus.

Auf die Wild Wings wartet am Sonntag der nächste schwere Brocken. In der heimischen Helios-Arena empfangen sie um 17 Uhr den Tabellenführer Eisbären Berlin.