Fußball, südbadischer Vereinspokal, Finale: FC 08 VillingenSC Pfullendorf 2:0 (1:0). –Nach dem Schlusspfiff kannte der Jubel der 1500 Villinger Schlachtenbummler keine Grenzen. Sie stürmten den Rasen und feierten mit den Spielern den Pokalsieg. „Wir haben verdient gewonnen und Pfullendorf in der ersten Halbzeit klar beherrscht“, sagte FC 08-Trainer Kristijan Djordjevic nach dem Triumph.

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Klare Worte, wahre Worte: Die ersten 45 Minuten gehörten nicht dem Regionalligisten, sondern dem Oberligisten vom Friedengrund. 22 Minuten waren gespielt, als Toco Stasiak nach schöner Vorarbeit von Sari völlig unbedrängt nur den Pfosten traf. Den Nachschuss von Maric beförderte Konrad in höchster Not per Kopf von der Linie. Auch in der Folgezeit lief das Spiel fast nur in eine Richtung. Logische Folge: Das 1:0 in der 29. Spielminute. Aydemir Demir verlängerte einen Saccone-Freistoß unhaltbar für Pfullendorfs Torhüter Hermanutz ins gegnerische Netz. Wer nun mit einem Aufbäumen des Regionalligisten gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Nicht die Pfullendorfer setzten die Akzente, sondern die Nullachter. So war es erneut Torschütze Demir, der nur eine Minute nach seinem Treffer in höchster Not von der SCP-Abwehr abgedrängt wurde. Erst ein schnell ausgeführter Freistoß von Leandro eröffnete die Ausgleichschance für Agyemang, doch Villingens Torhüter Daniel Miletic machte diese Chance ebenso zunichte, wie wenige Minuten später einen Schuss von Heidinger.

Pfullendorf verpasst Ausgleich

Pfullendorfs Trainer Feichtenbeiner brachte nach der Pause mit Lucic und Rogosic zwei Spitzen, was das Offensivspiel der Linzgauer zwar belebte, die Durchschlagskraft jedoch nicht erhöhte. So scheiterte Rogosic aus kurzer Distanz an Torhüter Miletic. Wenig später verfehlte Rogosic den Ball und Lucic mit seinem Schuss aus kurzer Distanz das Tor. „Wenn der Ausgleich fällt, wird das noch ein ganz anderes Spiel“, wird SCP-Coach Feichtenbeiner nach dem Schlusspfiff diese Phase kommentieren. Auch Kollege Djordjevic räumte ein: „Nach der Pause hatten wir eine schwierige Phase zu überstehen, was uns mit dem nötigen Quäntchen Glück gelang.“

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Hektik und Rudelbildung kam auf, als der Ball in der 51. Minute nach einer Ecke im Villinger Tor landete, Schiedsrichter Hirt nach Rücksprache mit seinem Assistenten den Treffer aber wegen Abseits nicht gab. Ausgleichende Gerechtigkeit dann eine Viertelstunde später, als Stasiak zwar den Ball an Hermanutz vorbeischob, doch auch hier ging die Fahne des Assistenten hoch. Sechs Minuten später fiel die Entscheidung: Nach einem Schnitzer von Rapp schnappte sich Stasiak den Ball, umkurvte die Pfullendorfer Hintermannschaft und schloss sein Solo überlegt zum 2:0 ab.

„Villingen hat verdient gewonnen“

Pfullendorf bäumte sich zwar noch mal auf, doch weder Lucic noch Schumacher schafften es, dem Spiel mit einem möglichen Treffer neue Spannung zu verleihen. So nahmen die Villinger für ihr engagiertes und hochmotiviertes Spiel völlig verdient den Pokal entgegen, während die Pfullendorfer am Ende einer kräftezehrenden Saison zumindest im Pokalwettbewerb nach einem schwachen Auftritt mit leeren Händen dastanden. „Der FC 08 Villingen ist ein würdiger Sieger. Das war ein tolles Erlebnis für die Mannschaft. Der Einzug in den DFBPokal hilft uns auch finanziell für die nächste Saison“, sagte Djordjevic. Pfullendorfs Coach Feichtenbeiner konstatierte: „Villingen hat verdient gewonnen und war über 90 Minuten die wachere Mannschaft. Wir waren in der ersten Halbzeit zu pomadig und mussten Tribut an die kräftezehrende Saison zollen.“

Tore: 1:0 (29.) Demir, 2:0 (72.) Stasiak. – SR: Hirt (Volkertshausen). – ZS: 3412.- Gelb: Fazlija, Saccone – Gerster, Lerandy, Busch, Zimmermann.

FC 08 Villingen: Miletic, Hohnstein (90. Jeske), Bea, D‘Incau, Maric, Stasiak, Demir (62. Michnia), Saccone, Sari, Fazlija, Heizmann.

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