Basketball, ProA: Mit zahlreichen neuen Gesichtern und einem großen Ziel vor Augen starteten die Wiha Panthers Schwenningen am Montag in die Vorbereitung auf die kommende Saison. Zwei Neuzugänge trieben dem Trainer allerdings Sorgenfalten ins Gesicht.

Elf Spieler, darunter alle acht Neuzugänge, Trainer Alen Velcic und Assistent Boyko Pangarov machten in der Deutenberghalle den Aufgalopp zur neuen Saison, in der die Panthers erstmals in der zweithöchsten deutschen Spielklasse antreten werden. Kosta Karamatskos und Sergey Tsvetkov fehlten beruflich verhindert, stießen aber bei der Nachmittagseinheit zur Mannschaft hinzu.

Coach Velcic machte schon in der ersten Ansprache ans neu zusammengestellte Panthers-Team seine Spielidee deutlich: „Wir wollen hart verteidigen und schnell nach vorne spielen. Jeder Wurf ist wichtig“, sagte der Trainer. Beim 90-minütigen Trainingsauftakt legte Velcic sein Augenmerk insbesondere auf die Physis der Spieler. Jede Spielform war mit körperlichen Elementen verbunden, Fehlwürfe wurden mit Läufen bestraft. Zwei Neuzugänge offenbarten dabei deutliche Defizite und mussten bereits Mitte des Trainings aussteigen. Noah Kamdem plagte sich mit einem Darminfekt, Junior Searcy hatte noch mit den Nachwirkungen einer Patella-Operation im Knie zu kämpfen. „Es ist ernüchternd zu sehen, dass die beiden nicht fit in Schwenningen angekommen sind. Wir werden sie in den nächsten Tagen gründlich untersuchen“, erklärt Velcic. Sollten sich beide Spieler als Langzeitausfälle herausstellen, ist es wahrscheinlich, dass sich ihre Zeit in Schwenningen nur als ein kurzes Intermezzo herausstellt und Alen Velcic auf dem Spielermarkt nochmals reagieren muss. „Das wäre sehr schade, da beide Deutsche sind“, spielt der Trainer auf den derzeit leergefegten Markt deutscher Profis an.

Von den zwei gebeutelten Neuzugängen abgesehen, zeigte sich Velcic zufrieden mit dem Trainingsauftakt. „Man sieht, dass wir viel Talent und viel Athletik im Team haben. Meine Aufgabe ist es nun, diese Qualitäten zu strukturieren und den Spielern meine Grundidee des Basketballs mitzugeben. In der ersten Woche wollen wir aber zunächst eine körperliche Grundlage schaffen.“ Auch in Sachen Team-Chemie sieht Velcic seine Mannschaft auf einem guten Weg. „Die Stimmung ist super, die Jungs verstehen sich untereinander sehr gut und unternehmen viel miteinander. Die Neuzugänge sind gute Kerle und keine schwierigen Charaktere“, lobt Velcic insbesondere die vier Neuankömmlinge aus den USA, die sich vor allem dank der Hilfe von Rasheed Moore bereits gut an ihr neues Umfeld gewohnt haben.

Am Ende des Trainings richtete Velcic einen Appell an seine Mannschaft: „Wir spielen nicht in einer Spaß-Liga, sondern treffen auf gute Teams. Wir müssen hart arbeiten, denn wir wollen den Titel gewinnen.“