Kribbelt’s schon im Bauch?

Natürlich, bei mir kribbelt es schon lange. Wir haben die letzte Zeit sehr intensiv trainiert und sind bereit. Die Spannung steigt von Tag zu Tag.

Die Liga umfasst sieben Mannschaften. Auf welche Gegner freuen Sie sich am meisten?

Unser erstes Spiel gegen Iphitos München ist bereits ein Highlight. Es ist schön, dass wir auswärts spielen, denn die Münchner verfügen über eine der schönsten Tennisanlagen in Deutschland. Darauf freuen wir uns.

Der Aufstieg in die Bundesliga ist auch mit Kosten verbunden. Wie finanziert die Mannschaft die kommende Saison?

Nach dem Aufstieg war sofort Unterstützung da, um unseren Traum von der Bundesliga zu verwirklichen. Wir haben etliche neue Sponsoren hinzugewonnen. Das ist aber auch nötig, denn die Saison kostet Geld. Pro Heimspiel müssen wir fünf Schiedsrichter bezahlen. Auch die Fahrten zu den Auswärtsspielen und eventuelle Übernachtungen in Hotels haben ihren Preis. Wir Spieler bezahlen auch einiges aus eigener Tasche.

Nach dem Aufstieg war der Plan, mit der kompletten Regionalliga-Meistermannschaft anzutreten. Wurde dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt?

Ja, das Team blieb nahezu komplett beisammen. Nur Peter Drywa kehrte wieder zurück zum TC Schwenningen. An Position eins haben wir uns verstärkt. Der Tscheche Jiri Vencl, der bis 2014 in der Villinger Badenligamannschaft spielte, schlägt wieder für uns auf. Außerdem steht der Österreicher Philipp Müllner zur Verfügung.

Sie führen die Mannschaft als Kapitän. Welche Aufgaben kommen neben Ihrer Rolle als aktiver Spieler auch außerhalb des Platzes auf Sie zu?

Ich versuche vor allem als Motivator aufzutreten und pflege den Kontakt zur Presse. Ansonsten haben wir die Aufgabe auf mehrere Schultern verteilt. Alexander Ruf zum Beispiel kümmert sich um die Hotels. Und wenn wir, wie im Winter, abends als Gruppe trainieren, ziehen alle an einem Strang, damit das klappt.

Die Bundesliga führt das Team durch ganz Süddeutschland. Wie gestaltet sich die Logistik bei den Auswärtsspielen?

Wir wollen auch auswärts als geschlossenes Team auftreten. Das ist auch deshalb möglich, weil uns das Autohaus Storz einen Kleinbus zur Verfügung stellt.

Haben die anderen Teams bekannte Altstars in ihrem Aufgebot?

Viele Mannschaften haben Spieler in ihren Reihen, die während ihrer Karriere in der Weltrangliste an Position 100 bis 300 aufgeführt wurden. Das verdeutlicht die Qualität der Liga. Im Team von Iphitos München spielt Alexander Waske, der in den Top 80 der Welt war und auch schon mal Spaniens Weltstar Rafael Nadal geschlagen hat. Außerdem sind für München Michael Kohlmann, aktueller Teamchef des deutschen Davis-Cup-Teams, und der Spanier Oscar Hernandez, ehemals Nummer 48 der Weltrangliste, nominiert.

Wie lautet das Saisonziel des TC Blau Weiß Villingen?

Wir wollen den Klassenerhalt schaffen und versuchen, so manchen großen Gegner zu ärgern.

Die Heimspiele finden an der Klosterhalde statt. Dort gab es noch nie Erstliga-Tennis zu sehen. Wie sind Ihre Erwartungen an die Zuschauer?

Als wir zuletzt in der Regionalliga um die Meisterschaft spielten, war die Tribüne voll. Gegen Böblingen und Saarbrücken kamen über den Tag verteilt rund 200 Zuschauer. Diese Zahl erhoffen wir uns auch in der Bundesliga. Eines kann ich den Zuschauern jetzt schon versprechen: Wir werden in jedem Spiel alles geben.

Fragen: Werner Feisst

BW Villingen Herren 30

Aufgebot der Villinger Mannschaft: Jiri Vencl (Tschechien), Philipp Müllner (Österreich), Dominik Adelhardt, Michael Heppler, Eldar Mustafic, Patrick Ehrhardt, Alexander Ruf, Tobias Storz, Stefan Hauser, Christian Rudel, Fabian Schifferdecker, Thomas Hipp, Stefan Schülli und Thomas Messmer.

Teams der Bundesliga Herren 30 Süd: TB Erlangen, SC SaFo Frankfurt, ST Lohfelden, TC BW Villingen, TC Thyrnau-Kellberg, TC Großhesselohe, MTTC Iphitos München

Heimspiele des TC BW Villingen: Sonntag, 12. Kuni (11 Uhr) gegen SC SaFo Frankfurt. Sonntag, 26. Juni (11 Uhr) gegen TB Erlangen. Sonntag, 3. Juli (11 Uhr) gegen ST Lohfelden. (wmf)