Eishockey: Auf diesen Tag haben die Spieler und Fans lange gewartet: Am Freitag (19.30 Uhr) starten die Wild Wings mit einem Heimspiel gegen den ERC Ingolstadt in die Saison der Deutschen Eishockey Liga. Am Sonntag (14 Uhr) gastieren die Schwenninger bei den Grizzlys Wolfsburg.

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Auch SERC-Trainer Paul Thompson macht aus seiner inneren Anspannung keinen Hehl. „Ich bin sehr aufgeregt und kann es kaum erwarten, bis das erste Bully gespielt wird“, sagt der Brite. Kein Wunder, denn nun wird sich erstmals zeigen, ob die Schwenninger gute Arbeit geleistet haben bei der Zusammenstellung des Kaders und während der Vorbereitung. Die Aufregung ist auch deshalb so groß, weil die Erwartungen diesmal höher sind als in den vergangenen Spielzeiten. Aus gutem Grund, schließlich haben die Schwenninger eine Mannschaft, die für eine Überraschung gut ist.

Video-Botschaft vom Kapitän

Video: Feißt, Werner

Mit der Vorbereitungsphase ist Thompson sehr zufrieden. „Das waren harte sechs Wochen, aber nun sind wir bereit für das erste Spiel.“ Das ist auch notwendig, denn mit Ingolstadt kommt gleich ein Hochkaräter in die Helios-Arena. „Das ist in meinen Augen eine Mannschaft in den Top sechs der DEL“, sagt Thompson. Ingolstadt verfüge über einen brandgefährlichen Angriff und über Verteidiger, die sich ebenfalls wirkungsvoll ins Offensivspiel einschalten. Ein prominenter Name fehlt allerdings im Kader: Mirko Höfflin. Der Stürmer, der in der vergangenen Saison noch das Schwenninger Trikot trug, hat sich den Daumen gebrochen und fällt aus. Beim Auswärtsspiel am Sonntag in Wolfsburg gibt es für die Wild Wings ein Wiedersehen mit vier einstigen Mannschaftskollegen: Dominik Bittner, Anthony Rech und das Trainergespann Pat Cortina, Petteri Väkiparta.

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Vom Verletzungspech blieben die Wild Wings bislang weitgehend verschont. Einen Spieler traf es allerdings umso härter: Simon Danner. Der vom Stürmer zum Verteidiger umfunktionierte Verteidiger muss nach einer Knie-Arthroskopie drei bis vier Monate pausieren. Die Saison ist für den 32-Jährigen demnach schon zur Hälfte gelaufen. Kurzfristigen Ersatz wollen die Verantwortlichen indes (noch) nicht beschaffen. „Wir haben noch sieben Verteidiger, denen wir unser Vertrauen schenken. Wir sehen aktuell keine Notwendigkeit, einen weiteren Spieler zu verpflichten“, sagt Schwenningens Manager Jürger Rumrich. Auf dem Transfermarkt wären Kontingentspieler wohl am schnellsten zu haben. Momentan haben die Wild Wings noch zwei von elf möglichen Ausländer-Lizenzen nicht vergeben. Gut möglich also, dass die Neckarstädter demnächst einen Abwehrspieler holen. Bei nur noch sieben Verteidigern rückt auch der 20-jährige Nachwuchsspieler Boaz Bassen zwangsläufig in den Blickpunkt. „Bassen wird genügend Eiszeit kriegen“, kündigt Coach Thompson schon jetzt an.

Was die Aufstellung für das Auftakt-Wochenende betrifft, hüllt sich der Coach in Schweigen. „Wir wollen unseren Gegnern keinen Vorteil verschaffen, indem wir ihnen verraten, wie wir spielen.“ Allerdings ist zu erwarten, dass die Wild Wings gegen Ingolstadt mit jener Formation antreten werden, die auch das letzte Testspiel bestritt. Da bildeten Andreas Thuresson, Patrick Cannone und Jamie MacQueen die erste Sturmreihe. Line zwei setzte sich zusammen aus Mike Blunden, Troy Bourke und Matt Carey. Im dritten Sturm spielten Markus Poukkula, Alexander Weiß und Marcel Kurth. Die vier Top-Verteidiger sind Mirko Sacher/ Mark Fraser und Christopher Fischer/ Dylan Yeo. Von den Kandidaten für Sturm Nummer vier müssen wohl zwei überzählige Spieler mit einem Platz auf der Tribüne vorlieb nehmen.

Schwenningens neuer Kapitän Mark Fraser strahlte bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als Kapitän viel Selbstvertrauen aus. Der Verteidigerhüne stellte klar, dass die Mannschaft trotz der vielen Strafen in den Testspielen nicht von ihrer Linie abweichen, sich künftig aber in den Zweikämpfen cleverer verhalten werde. „Wir sind ein hart spielendes Team. Das ist unsere Idendität. Allerdings müssen wir auf dem Eis disziplinierter sein“, sagt der 32-Jährige. Bis Donnerstagvormittag wurden für das Heimspiel gegen Ingolstadt 3500 Tickets verkauft. Die Wild Wings rechnen am Freitag mit 4500 Besuchern in der Helios-Arena.