Fußball-Landesliga: Mit dem FC 08 Villingen II ganz oben und dem SV Obereschach ganz unten rahmen zwei Schwarzwälder Teams die Liga weiterhin ein. Vier der sieben Mannschaften aus der Region gingen am Wochenende mit drei Punkten vom Platz.

Im Vorfeld versprach das Spitzenspiel zwischen dem SC Pfullendorf und dem FC 08 Villingen II (1:1) ein kleiner Leckerbissen zu werden. Der war es definitiv nicht. „Wir sind in der ersten Viertelstunde etwas geschwommen, haben uns dann aber stabilisiert. Ich muss vor meiner jungen Mannschaft den Hut ziehen. Wir haben mit vier A-Jugendlichen begonnen und hatten zwei Spieler zu Beginn auf dem Platz, die lange verletzt waren. Spielerisch war es nicht so gut, aber läuferisch und kämpferisch“, resümiert Trainer Marcel Yahyaijan. In der Schlussphase sah er wie sein Trainerkollege Konrad und je ein Spieler auf beiden Seiten die rote Karte. „Wir haben uns inzwischen geschrieben und die Sache ausgeräumt. Da wir beide als Spielertrainer aufgeführt waren, sind wir nun als Spieler gesperrt, nicht aber als Trainer“, ergänzt Yahyaijan.

Mit dem 2:0-Erfolg in Frickingen legte der FC Schonach nach der Heimpleite gegen Donaueschingen wieder den Vorwärtsgang ein. „Es war ein hoch verdienter Sieg. Wir haben gezeigt, dass das Spiel gegen Donaueschingen nur ein kleiner Betriebsunfall war. Meine Mannschaft hat so gespielt, wie ich es mir vorstelle“, sagt Trainer Enrique Blanco. Ein Lob erhielt nicht nur wegen seines Treffers Gianvito Romeo. („Er hat ein klasse Spiel gemacht“), sondern auch andere Spieler wie Tim Griesbeck oder Niklas Ketterer. Schonach hat mit nunmehr 46 Punkten bereits die Marke von 44 Zählern aus dem ersten Landesliga-Jahr überboten. Der Tabellendritte kann nun nach oben blicken: Blanco: „Wir wollen die zwei vor uns noch etwas ärgern.“

Ebenfalls mit 2:0 setzte sich der FC Furtwangen in Hilzingen durch und übersprang die Marke von 40 Punkten. „Meine Mannschaft hat sich ein großes Lob verdient. Wir haben dem Gegner über 90 Minuten kaum eine Chance zugelassen. Bei einer etwas besseren Chancenauswertung wäre auch ein höherer Sieg möglich gewesen“, sagt Spielertrainer Markus Knackmuß. Mit dem 19-jährigen Torhüter Tobias Hummel und dem 18-jährigen Felix Ganter gab es zwei Startelf-Debütanten, die laut Knackmuß eine gute Premiere feierten. Furtwangen könnte nun sogar noch ganz oben angreifen. Doch Knackmuß bleibt zurückhaltend: „Warten wir die nächsten ein, zwei Spieltage ab. Danach wird es übersichtlicher.“

Den jüngsten Aufwärtstrend setzte die DJK Donaueschingen mit dem 4:1-Sieg gegen den Namensvetter aus Villingen fort. Für die Allmendshofener der sechste Sieg in Folge. „Wir haben uns lange etwas schwer getan, was auch an den Belastungen der vergangenen Wochen liegt. Dennoch war es eine ordentliche Leistung. Klar ist aber auch, dass wir nicht immer Vollgas-Fußball spielen können“, bilanziert DJK-Trainer Olaf Kurth. Die Mannschaft habe nach der 1:0-Führung lange geduldig gespielt, bevor binnen sechs Minuten drei Treffer folgten. Jetzt heißt es, schnell zu regenerieren, denn am Mittwoch kommt der FC 08 Villingen II nach Allmendshofen. Fest steht indes, dass Torhüter Steffen Vesenmayer die Baaremer nach der Saison verlässt. „Steffen arbeitet in Waldkirch. Der Aufwand ist für ihn zu groß geworden“, ergänzt Kurth.

Für Jan Hirsch, Trainer der DJK Villingen, ist das Ergebnis in Donaueschingen zu hoch ausgefallen. „Am Sieg der DJK gibt es nichts zu rütteln, aber ein 2:1 hätte dem Spielverlauf eher entsprochen. Ich bin weitgehend zufrieden mit unserer Leistung, aber wir haben zu viel Fehlpässe gespielt. Immerhin haben wir 70 Minuten sehr gut dagegen gehalten“, so Hirsch. Er wechselte in der Schlussphase mit Simon Förnbacher noch einen jungen Spieler ein, um ihm Spielpraxis zu geben. Kurzfristig musste Heiko Reich passen, der dem Trainer vor der Partie signalisierte, dass er sich nicht fit fühlt.

Dem 7:1-Erfolg am Mittwoch gegen Obereschach ließ der FC Löffingen am Sonntag ein 7:0 gegen Salem folgen. „Wir haben uns schon in den ersten 45 Minuten gute Chancen herausgespielt. Nach dem Platzverweis für Salem ging beim Gast nicht mehr viel. Wir haben die Konstellation genutzt, um noch etwas für das Torverhältnis zu tun. Nun können wir in den kommenden Spielen etwas befreiter aufspielen“, sagt Trainer Tim Heine. Löffingen hat zehn Punkte Vorsprung auf die unmittelbar dahinter platzierten Hilzinger und fünf Punkte Rückstand auf die davor platzierte SG Dettingen. „Ein einstelliger Platz ist mein Ziel. Auch die Qualifikation zum Verbandspokal ist noch machbar.“

Beim SV Obereschach ist nach der 0:3-Heimpleite gegen den SC Konstanz Ernüchterung eingezogen. „Wir hatten ein schönes Jahr in der Landesliga und haben alles versucht. Aber es reicht nicht und deshalb haben die Planungen für die Bezirksliga begonnen. Wir müssen uns nichts vormachen, wir werden einen Abstiegsplatz nicht mehr verlassen“, sagt Alexander Lees vom Trainer-Team. Für die Obereschacher gehe es jetzt nur noch darum, sich achtbar aus der Liga zu verabschieden. Gegen Konstanz zeigte sich wieder einmal, dass die Ausfälle von fünf, sechs Stammspielern nicht zu kompensieren sind. „Wir haben auch das nötige Glück nicht auf unserer Seite, wenn ich an die vielen Punktverluste nach der 90. Minute in der Vorrunde denke“, fügt Lees an. Für Obereschach gilt: Es war schön – auf Wiedersehen.

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