Fußball, Bezirksliga: Durch den 2:0-Heimsieg im Verfolgerduell gegen Königsfeld gelang dem SV Geisingen der Sprung auf Platz drei. Geisingens Spielertrainer Marijan Tucakovic sagt mit Blick auf die Tabelle: „Dieser Dreier war für uns wichtig, da wir jetzt ganz oben dran sind.“ Der Rückstand des Aufsteigers beträgt jetzt noch vier Punkte auf den zweiten Tabellenplatz. Zudem hat die Elf von Tucakovic noch ein Spiel weniger ausgetragen. Auch mit seiner eigenen Leistung kann der Spielertrainer zufrieden sein. Tucakovic steuerte gegen Königsfeld ein Tor bei und war stets ein Unruheherd in der Offensive. „Wenn die Mannschaft gut spielt, ist alles super und auch mir wird es dadurch leicht gemacht“, bleibt er bescheiden.

Der Coach des FC Königsfeld, Jörg Holik, ist nach der Niederlage im Topspiel natürlich enttäuscht, zieht aber dennoch ein positives Gesamtfazit. „Wir hatten aussichtsreiche Torchancen, doch leider nutzten wir diese nicht. Der Gegner machte es besser. Trotzdem war es eine deutliche Leistungssteigerung zur Vorwoche.“ Dort verlor Königsfeld zuhause mit 1:4 gegen die SG Riedböhringen/Fützen. Allzu lange will sich Holik nicht mit der jüngsten Niederlage beschäftigen. „Es bringt nichts, nur negativ zu denken. Wir müssen jetzt schauen, dass die ersten Punkte in diesem Jahr eingefahren werden.“ Der Spieltag an sich lief für die Königsfelder trotz der eigenen Niederlage nicht schlecht. „Hochemmingen, Tennenbronn, Dauchingen und auch Bonndorf ließen allesamt Punkte liegen. Doch gerade deshalb wäre ein Dreier auch schön gewesen“, so Holik. Momentan gibt es auf Seiten des Tabellenzweiten noch ein, zwei Angeschlagene, doch für den kommenden Spieltag sieht es laut Holik ganz gut aus.

Für Uli Bärmann, Trainer des FC Dauchingen, resultierte die 1:3-Niederlage in Immendingen „aus einem sehr enttäuschenden Auftreten meiner Mannschaft“. Sein Team habe nahezu gar nichts gezeigt, was zu einem Punktgewinn berechtigt hätte. Ohnehin ist Immendingen für die Dauchinger so etwas wie ein Angstgegner. Bärmann: „Schon im Hinspiel auf eigenem Platz verloren wir mit 2:5. Vielleicht haben wir gegen diesen Gegner auch einfach ein psychisches Problem“, rätselt Dauchingens Übungsleiter und ergänzt: „Die Laufbereitschaft war bei uns nicht vorhanden. In den 90 Minuten gewannen wir nur zwei, drei Zweikämpfe.“ Unter der Woche werde die Niederlage im Training analysiert werden, sodass am Samstag gegen Überauchen eine bessere Leistung folge. Das Brüderpaar Junge verletzte sich bei der Partie gegen Immendingen. „Christoph hatte beim Warmmachen vor dem Anpfiff Beschwerden“, so Bärmann. Er wollte es jedoch unbedingt versuchen, doch bereits in Minute acht war Schluss. Philipp hat Adduktorenprobleme. Ob und wie lange die beiden ausfallen, steht noch in den Sternen.

Der FC Brigachtal musste eine bittere, weil knappe 2:3-Niederlage gegen Spitzenreiter Obereschach einstecken. Trainer Massimo Verratti findet auch zwei Tage nach der Begegnung noch nicht wirklich Worte für das Geschehene. „Bis fünf Minuten vor Spielende führten wir noch mit 2:1. Diese Niederlage ist mehr als bitter. Das alles muss auch ich erst mal verarbeiten.

“ Der Gegner habe laut Verratti mit „ganz viel Glück gewonnen.“ Den Unterschied, was die Tabellenplatzierungen der beiden Teams angeht, habe man nicht gesehen. „Es hat sich mal wieder bestätigt, dass ein gut platziertes Team das Glück auf der eigenen Seite hat. Wir spielen gegen den Abstieg und verlieren so eine knappe Kiste dann“, sagt ein enttäuschter Brigachtaler Coach und fügt an: „Meine Jungs haben eine ordentliche Leistung abgerufen. Sowohl was den Kampf als auch die Mentalität auf dem Platz angeht, hat alles gepasst.“ Immerhin fehlten drei Stammspieler. Verratti: „Steffen Isele, Florian Blust und Dominic Bertsche waren aus privaten bzw. beruflichen Gründen verhindert.“

Nicht ganz der gleichen Meinung als der Brigachtaler Coach ist sein Trainerkollege Mario Bibic vom SV Obereschach. „Es war ein ganz schwieriges und kompliziertes Spiel, was vor allem an zwei Dingen lag. Zum einen spielten wir auf dem Hartplatz, andererseits ist der Ball nie so richtig gelaufen.“ Auch der Schiedsrichter habe laut Bibic sehr kleinlich gepfiffen, sodass kein Spielfluss zustande kam. Zu den Gegentoren meint Obereschachs Trainer: „Nach zwei Standards sind wir jeweils in Rückstand geraten. Brigachtal arbeitete geschickt gegen den Ball, während wir auf dem schwer zu bespielenden Platz technische Probleme hatten.“ Von einem unverdienten Dreier möchte Bibic aber nichts wissen. „Jeder einzelne hat bis zum Abpfiff diesen unglaublichen Willen an den Sieg gehabt – das wurde belohnt. Ohnehin zeichnen Moral und Teamgeist die Mannschaft momentan aus. “ Aufgrund des späten Siegtores und der gewissen Portion Glück wäre der Übungsleiter insgesamt auch mit einem 2:2 zufrieden gewesen. Kapitän René Riegger und Christoph Hayn gingen angeschlagen aus dem Brigachtal-Spiel heraus. Aktuell kann Bibic noch nicht einschätzen, ob es schwerwiegendere Verletzungen sind.

In die richtige Richtung geht es derzeit beim Schlusslicht SV Grafenhausen. Nach dem 1:1-Unentschieden gegen den Tabellenvierten FC Hochemmingen nähert sich die Mannschaft von Trainer Roberto Wenzler langsam den Konkurrenten im Abstiegskampf an. Der Coach bleibt allerdings mehr als bescheiden. „Wenn es so bleibt, ist alles gut. Das Wichtigste ist aber, dass konzentriert und fokussiert weitergearbeitet wird.“ Grafenhausens Übungsleiter, der erst im vergangenen Herbst das Amt von Andreas Ackermann übernahm, ist natürlich froh über den Punktgewinn. „Ich denke schon, dass uns der Zähler Selbstvertrauen gibt. Die Anzahl der Fehler muss gering gehalten werden und es muss auch mehr gelaufen werden als der Gegner es tut“, blickt Wenzler in die Zukunft. Ein Wermutstropfen ist die Verletzung von Top-Stürmer Florian Haselbacher. Der Angreifer, der in der laufenden Saison bereits zehnmal einnetzte, fiel vor der Partie aus. Wenzler: „Da hat man dann schon gemerkt, dass vorne die Schnelligkeit fehlte. Ich hoffe auf eine baldige Rückkehr“.