Eishockey: Mehr Siege als Niederlagen, jedes Wochenende gepunktet und Tabellenplatz fünf – die Wild Wings befinden sich auf dem Höhenflug und wollen diesen natürlich auch am bevorstehenden Wochenende fortsetzen. Am heutigen Freitag, 19.30 Uhr, gastiert das Team von Chefcoach Pat Cortina bei den Grizzlys in Wolfsburg. Am Sonntag, 14 Uhr, geht es in der Helios-Arena gegen die Iserlohn Roosters.

Die Stimmung war bestens, als sich die Schwenninger am Donnerstagmittag mit dem Bus auf den Weg in Richtung Wolfsburg machten. Trainer und Spieler waren zu Scherzen aufgelegt und man konnte jedem von ihnen ansehen, wie er sich auf das bevorstehende, fünfte DEL-Wochenende freut. Zudem haben die Schwenninger erstmals in dieser Saison 13 Stürmer an Bord und acht ausländische Spieler. Mittendrin der jüngste Neuzugang, Stefano Giliati, der in dieser Woche verpflichtet wurde. „Er war bereits im Sommer ein Thema bei uns“, verriet Cortina. Allerdings dürfte es dabei keine Rolle gespielt haben, dass sowohl der Coach als auch die neue Nummer neun in der gleichen Stadt auf die Welt kamen. Beide wurden in Montreal (Kanada) geboren und besitzen sowohl die kanadische als auch die italienische Staatsbürgerschaft.

Für Giliati ist Schwenningen und die Deutsche-Eishockey-Liga zwar völliges Neuland, nicht jedoch das Wild Wings-Team. Mit Simon Gysbers (bei Zagreb/Kroatien), Kalle Kaijomaa (bei Espoo Blues/Finnland), Markus Poukkula (bei Saipa/Finnland) und Jerome Samson (im Team Canada) spielte er bereits in einer Mannschaft. Zudem arbeitete Giliati mit Schwenningens Co-Trainer Petteri Väkiparta schon zusammen, als dieser noch bei den Espoo Blues tätig war. Väkiparta spielte bei der Verpflichtung offenbar auch eine wichtige Rolle. „Er erzählte mir aus Schwenningen nur Gutes“, so Giliati. Der 29-Jährige wird heute Abend in Wolfsburg gemeinsam mit Marc El-Sayed und Uli Maurer eine Angriffsreihe bilden.

Pat Cortina bezeichnet die Wolfsburger als „echten Gradmesser“. Die Grizzlys, die einen Punkt mehr auf dem Konto haben als die Wild Wings, seien vor allem „eine disziplinierte und sehr gut organisierte Mannschaft“. Um erfolgreich zu sein, fordert der Schwenninger Coach von seinem Team im Vergleich zu den vorherigen Partien vor allem eine Steigerung im zweiten Drittel. Dies wird wohl auch vonnöten sein, denn Wolfsburg war bislang noch kein gutes Pflaster für die Wild Wings. Seit 2013 entführten die Schwäne aus Niedersachsen in sechs DEL-Spielen lediglich zwei Punkte. Vielleicht könnte aber heute die Kraft ein Plus für die Schwarzwälder sein, da den Wolfsburgern noch ein schweres Champions Hockey League-Spiel in den Knochen steckt. Am Dienstagabend verloren sie bei den Lions Zürich mit 2:5.

Zwei Tage nach der Partie gegen den Tabellendritten empfangen die Wild Wings am Sonntag das derzeitige Liga-Schlusslicht aus Iserlohn. Für Cortina spielt die aktuelle Position der Roosters allerdings keine Rolle: „Die Platzierung der Iserlohner interessiert mich nicht. Ich schaue gar nicht auf die Tabelle“, sagt der 52-Jährige. Die Partie in der Helios-Arena ist auch ein Wiedersehen mit Ashton Rome und Hannu Pikkarainen, die beide vergangene Saison noch das Wild Wings-Trikot trugen. Auch an der Bande steht mit Jari Pasanen ein Coach, der bereits in Schwenningen tätig war.