Eishockey: Die Wild Wings waren drauf und dran, den souveränen DEL-Tabellenführer EHC RB München zu bezwingen. Am Ende mussten sie sich jedoch vor 4477 Zuschauern in der Helios-Arena mit 2:4 geschlagen geben. Die spielerische Vorstellung der Schwenninger war klasse, doch die mangelhafte Chancenauswertung kostete sie den möglichen Erfolg.

Trotz des großen Namens und der beeindruckenden Siegesserie der Münchner (6 Siege in Folge) demonstrierten die Wild Wings von Beginn, dass sie sich vor dem Liga-Primus nicht verstecken wollten und auch nicht mussten. Im Gegenteil: Schwenningen hatte im ersten Drittel sogar die besseren Möglichkeiten. Es dauerte allerdings bis zur 18. Minute, ehe die Zuschauer in der Helios-Arena erstmals Grund zum Jubeln hatten. Wieder einmal schlug Jamie MacQueen zu. Nur wenige Augenblicke nachdem das dritte Überzahlspiel der Schwenninger abgelaufen war, knallte der Toptorjäger die Scheibe vorbei an Münchens Torhüter Danny Aus den Birken in den Winkel und erhöhte damit sein Trefferkonto auf beachtliche acht Tore.

Nur eine Minute später verpasste Alexander Weiß in Unterzahl die Riesenchance zum 2:0. Allein vor Aus den Birken brachte er den Puck nicht am Münchner Schlussmann vorbei. Wenige Momente danach lag die Scheibe im Netz. Aus Schwenninger Sicht jedoch auf der falschen Seite. Die „Roten Bullen“ nutzten ihr zweites Powerplay durch Yasin Ehliz zum 1:1. Dass es kurz darauf mit Gleichstand in die Pause ging, hatten die Münchner lediglich ihrem Torhüter und der schlechten Chancenverwertung der Wild Wings zu verdanken.

Das Mitteldrittel begann denkbar schlecht für die Schwenninger. In Überzahl kassierten sie den zweiten Gegentreffer. Maximilian Kastner vollendete einen Konter der Münchner mit dem 1:2 (22.). Kurze Zeit später folgte der nächste Rückschlag für die Schwäne. Der Tabellenführer nutzte ein weiteres Powerplay zum 1:3 durch Frank Mauer (25.). Danach dominierten die Münchner die Partie und die Wild Wings mussten froh sein, dass sie in dieser Phase nicht noch weitere Gegentreffer kassierten. Erst gegen Ende des zweiten Spielabschnitts fanden die Schwenninger wieder in ihren Rhythmus.

Im Schlussdrittel hatten die Wild Wings in der Anfangsphase fast sieben Minuten Powerplay – zeitweise sogar mit doppelter Überzahl. Diesen langen Vorteil konnten sie aber nur zu einem Treffer nutzen. Markus Poukkula verkürzte in der 43. Minute nach Zuspiel von Matt Carey auf 2:3. Kurz darauf jubelten die Zuschauer in der Helios-Arena erneut, doch der Treffer von Troy Bourke wurde nach dem Video-Beweis aberkannt. Es blieb somit beim knappen Rückstand für die Wild Wings.

Die Schwenninger mühten sich in den Folgeminuten vergeblich um den möglichen Ausgleich, während die Münchner gnadenlose Effektivität demonstrierten und in der 56. Minute ihr drittes Überzahltor erzielten. Trevor Parkes traf zum vorentscheidenden 2:4. Die Schwenninger zeigten gegen den Spitzenreiter eine starke Leistung. Allerdings gingen sie mit ihren Torchancen zu fahrlässig um und hatten in einigen Situationen auch nicht das nötige Scheibenglück. Zudem hatte München mit Aus den Birken den überragenden Mann der Partie zwischen den Posten. Am Freitag (19.30 Uhr) gastieren die Wild Wings bei den Straubing Tigers.