Es ist wie verhext: Die Wild Wings zeigten am Dienstagabend bei den Straubing Tigers zwar ein passables Auswärtsspiel, kassierten aber dennoch die sechste Niederlage in Folge. Die Schwenninger verloren bei den Niederbayern mit 1:2 (1:1, 0:1, 0:0) Toren. Zumindest einen Lichtblick gab es für die Neckarstädter: Sie erzielten endlich mal wieder einen eigenen Treffer.

Schon vor dem ersten Bully mussten die Schwenninger einen weiteren Rückschlag verkraften: Stürmer Philip McRae, der am Sonntag beim 0:3 gegen Augsburg eine Unterkörperverletzung erlitten hatte fiel aus. Der 28-Jährige wird vermutlich auch am Wochenende ausfallen. Um die Lücke wenigstens einigermaßen zu schließen, fuhr Förderlizenz-Spieler Daniel Pfaffengut vom Kooperationspartner Ravensburg Towerstars mit nach Niederbayern.

Trotz des personellen Handicaps erwischten die Schwarzwälder einen guten Start. Zunächst vergab Andrée Hult eine Drei-gegen-Zwei-Situation, ehe nach 135 torlosen Minuten endlich wieder ein Treffer für die Wild Wings fiel. Stefano Giliati bediente Mirko Sacher. Der Verteidiger schoss von der blauen Linie und Mirko Höfflin fälschte die Scheibe zur Schwenninger Führung (5.) ab. Zum ersten Mal in dieser Saison überhaupt waren die Wild Wings in Führung gegangen. „Das tut gut und ist so wichtig“, sagte Torschütze Höfflin.

Nach der kalten Dusche fand Straubing besser ins Spiel. Kael Mouillierat zog ab, doch SERC-Torwart Dustin Strahlmeier war auf der Hut (10.). Auf der anderen Seite scheiterte Anthony Rech an Tigers-Schlussmann Jaff Zatkoff. Dann waren wieder die Gastgeber am Zug. Gegen Antoine Lagnière und Sven Ziegler konnte Strahlmeier noch klären, doch gegen den Ausgleichstreffer von Jeremy Williams (18.) war der Schwenninger Keeper machtlos.

70 Sekunden waren im zweiten Drittel gespielt, da kassierte Tigers-Verteidiger Benedikt Schopper nach einem Check gegen den Kopf von István Bartalis, fünf Minuten plus Spieldauer. Die fünfminütige Überzahl bescherte den Schwänen zwar einige Chancen, die jedoch nicht genutzt wurden. Tobias Wörle, Höfflin und Sacher trafen aus aussichtsreichen Positionen das Tor nicht. Dann ein erneutes Überzahlspiel für Schwenningen, das Straubing um ein Haar zur Führung genutzt hätte. Stefan Loibl scheiterte jedoch an Strahlmeier. Als beide Teams wieder komplett waren, hatte der SERC Glück, dass Sven Ziegler nur den Pfosten traf. Doch in Minute 34 war es soweit: Als die Gäste in der Abwehr nicht konsequent genug zupackten, markierte Thomas Brandl das 2:1.

Im letzten Drittel hatte Ville Korhonen die beste Chance zum Schwenninger Ausgleich, doch der Finne scheiterte an Schlussmann Zatkoff. 81 Sekunden vor Schluss nahm SERC-Trainer Pat Cortina den Torwart vom Eis. Höfflin und Korhonen besaßen zwar Einschussmöglichkeiten, trafen aber nicht. „Es war positiv, dass wir nie aufgegeben haben. Wir müssen die Niederlage abhaken und unsere nächste Chance endlich nutzen“, sagte SERC-Verteidiger Dominik Bittner nach der Schlusssirene: Am Freitag gastieren die Eisbären Berlin in der Helios-Arena.

Tore: 0:1 (5.) Höfflin (Sacher, Giliati), 1:1 (18.) Williams (Connolly), 2:1 (34.) Brandl (Eriksson, Ziegler). Strafen: Straubing 11 plus Sieldauerdisziplinarstrafe Schopper, Schwenningen 2. Schiedsrichter: Stephan Bauer (Nürnberg) und Daniel Piechaczek (Ottobrunn). Zuschauer: 3691