Erste Chance hatten die Roosters

Die erste Chance der Partie hatten die Roosters schon nach wenigen Sekunden, danach war es ein schnelles und offenes Spiel. Beide Mannschaften kamen zu Chancen, die besseren erarbeiteten sich jedoch die Sauerländer, die es den Wild Wings schwer machten, überhaupt ins Angriffsdrittel zu kommen. Erst im Powerplay konnten sich die Wildschwäne wieder einige Möglichkeiten erspielen, ein Tor gelang jedoch nicht. Bis zum Ende des ersten Drittels passierte nichts mehr, ein Schuss von Ryan O´Connor an den Pfosten hinter Dustin Strahlmeier war die größte Chance eines bis dahin niveauarmen Spiels.

Wild Wings kommen gut aus der Kabine

Im Mittelabschnitt waren es die Wildschwäne, die besser aus der Kabine kamen. Pat Cannone konnte einen abgefälschten Schuss aber nicht an Andreas Jenike vorbei im Tor unterbringen. Die Wild Wings waren besser in der Partie, hatten mehr Spielanteile. Lichterloh brannte es jedoch erst in der 27. Spielminute vor dem Kasten von Dustin Strahlmeier. Die Reihe um Roosters-Neuzugang Mike Halmo konnte sich mehrere Chancen erspielen, Strahlmeier brachte jedoch immer wieder ein Körper- oder Ausrüstungsteil dazwischen und vermied den Rückstand.

Schwenningen nach Gegentor unbeeindruckt

Zwei Zeigerumdrehungen später war es dann soweit: Nach einem Bullygewinn zog Ryan O´Connor von der blauen Linie ab und die Scheibe schlug im Tor der Schwenninger ein. Die Wild Wings ließen sich davon aber nicht beeindrucken. Nur zwei Minuten später vollstreckte Mike Blunden eine Traumkombination im Powerplay zum 1:1. In der 34. Spielminute kam es dann für die Neckarstädter noch besser, ein Schlenzer von Mark Fraser von der blauen Linie wurde von Maximilian Hadraschek in seinem ersten DEL-Spiel zum ersten DEL-Tor abgefälscht, Jenike war ohne Chance. Den Wildschwänen war anzumerken, dass das Selbstvertrauen langsam zurückkehrte, im zweiten Drittel war man näher am Mann und kompromissloser in den Zweikämpfen – die Führung war daher unterm Strich verdient.

Neuzugang Bourke mit der Entscheidung

In der Eishalle am Seilersee konnten die Wild Wings bisher sehr selten mit drei Punkten nach Hause fahren, die Roosters kamen dementsprechend motiviert aus der Kabine und versuchten den Ausgleich zu erzielen. Trotz größerer Spielanteile gelang dies nicht, da die Schwenninger in der Defensive deutlich kompakter spielten, als noch in der Vorwoche. Iserlohn war weiter das Team mit den größeren Spielanteilen, die Wild Wings blieben durch Konter immer wieder gefährlich. Nach 52 Spielminuten schloss Neuzugang Troy Bourke einen davon mustergültig ab, als er den Puck Andreas Jenike zum 3:1 durch die Hosenträger schob. Doch die Roosters gaben sich nicht auf, nur kurz darauf scheiterte Mike Halmo am gut aufgelegten Dustin Strahlmeier. Der war auch in den Schlussminuten nicht mehr zu bezwingen. Durch eine unnötige Strafe von Chris Rumble war den Wild Wings der Sieg kaum noch zu nehmen, Andreas Thuresson machte mit dem 4:1 in der letzten Spielminute den Deckel auf den ersten Saisonsieg. Weiter geht es am Sonntag (19 Uhr). Dann erwarten die Neckarstädter die Augsburger Panther in der Helios-Arena.