Der 2. Weihnachtsfeiertag wurde für die Wild Wings zum Festtag. Mit einem 2:1-Derby-Triumph gegen die Adler Mannheim bescherten sie ihrem neuen Coach Niklas Sundblad in dessen viertem Spiel den ersten Sieg. Zudem beendeten die Schwenninger ihre Negativserie nach zuvor fünf Niederlagen.

Derby mit Brisanz

Schwenningen gegen Mannheim – dieses baden-württembergische Derby war, ist und bleibt etwas Besonderes mit einer gehörigen Portion Brisanz. Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass trotz der sportlichen Misere der Wild Wings 6024 Zuschauer in die Helios-Arena kamen. Abgesehen von den rund 400 Gästefans hofften sie, dass den Wild Wings ein ähnlicher Husarenstreich gelingt wie Mitte Oktober, als sie den amtierenden deutschen Meister auf heimischem Eis mit 6:1 bezwungen hatten.

In der Anfangsphase der Partie bestimmten jedoch die Mannheimer das Geschehen auf dem Eis. Allerdings benötigte der Favorit eine doppelte Überzahl, um Wild-Wings-Torhüter Dustin Strahlmeier zu bezwingen. Als Mirko Sacher und Maximilian Hadraschek in der Kühlbox saßen, zimmerte Mark Katic die Scheibe mit einem Gewaltschuss zum 0:1 ins Schwenninger Netz (6.).

Wild Wings tun sich lange schwer

Die Wild Wings taten sich lange schwer, kamen aber wie aus dem Nichts nach knapp neun Minuten zum Ausgleich. Einen harmlosen Schuss von Benedikt Brückner lenkte Mike Blunden entscheidend ab, vorbei an Adler-Torhüter Mirko Pantkowski. Die Schwenninger hätten im ersten Spielabschnitt fast noch nachgelegt, ließen aber eine doppelte Überzahl ungenutzt. Eine Wild-Wings-Führung nach dem ersten Drittel wäre allerdings des Guten zu viel gewesen.

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Kaum hatte das Mitteldrittel begonnen, bot sich den Gastgebern wiederum die Riesenmöglichkeit zum 2:1. Doch Matt Carey verpasste hauchdünn. Danach waren lange Zeit die Adler das dominierende Team auf dem Eis. Die Wild Wings konnten sich in dieser Phase bei ihrem Torhüter bedanken. Dustin Strahlmeier verhinderte mehrfach mit klasse Paraden den erneuten Rückstand. Als der Mannheimer Druck nachließ, schlugen die Wild Wings zu. Mit einem wundervollen Treffer brachte Jordan Caron die Schwäne in Minute 35 in Führung. Kurz darauf verpasste Troy Bourke in Überzahl nur knapp das 3:1. Immerhin gingen die Schwenninger mit der knappen Führung in die Pause.

Schwenningen ging die Puste nicht aus

Die große Frage lautete vor dem Schlussdrittel: Wird den Wild Wings wie zuletzt wieder die Puste ausgehen? Die Antwort: Ein klares Nein. Offenbar hatte die Mannschaft über Weihnachten die nötige Kraft getankt. Zudem war Dustin Strahlmeier weiterhin der überragende Rückhalt. Die Schwenninger verteidigten mit großem Einsatz den knappen Vorsprung und durften sich am Ende über den erneuten Derbysieg freuen. Die SERC-Fans hatten endlich wieder einmal Grund zum Jubeln und taten dies auch lautstark und frenetisch.