Eishockey: Zufrieden blickt Mirko Sacher auf sein Debüt in der Eishockey-Nationalmannschaft zurück. Ein kleiner Wermutstropfen ist allerdings die Tatsache, dass sich der Wild Wings-Verteidiger beim Deutschland-Cup in Krefeld verletzte.

Gleich zum Turnier-Auftakt bezwang Sacher mit der deutschen Auswahl den Olympiasieger Russland mit 4:3. „Die Russen zu schlagen, ist natürlich etwas Besonderes“, freute sich der 28-Jährige, der in dieser Partie eine überzeugende Leistung zeigte. Knapp 15 Minuten stand Sacher gegen Russland auf dem Eis und bildete dabei ein Verteidiger-Duo mit Jonas Müller von den Eisbären Berlin. Sacher meinte zu dieser Pärchen-Bildung: „Jonas und ich haben gut harmoniert.“

Bundestrainer Toni Söderholm bescheinigte dem Debütanten aus Schwenningen eine gute Leistung. Sacher: „Er hat mir gesagt, dass er mit mir zufrieden war. Allerdings müsse ich mich in der Defensive noch verbessern und mit mehr Selbstvertrauen spielen.“ Der Wild Wings-Spieler fühlte sich im Kreis der DEB-Auswahl offensichtlich wohl. „Es hat Spaß gemacht, die anderen Nationalspieler näher kennenzulernen.“ Seinen Zimmerkollegen kannte er allerdings schon gut. Sacher teilte sich das Hotel-Doppelzimmer mit Dominik Bittner, der bis zur vergangenen Saison noch bei den Wild Wings verteidigte.

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Bitter war die Tatsache, dass der Schwenninger Abwehrspieler sich beim Auftaktsieg verletzte. Sacher bekam mit voller Wucht einen Puck an den rechten Fuß und verpasste die weiteren Turnierspiele gegen die Schweiz (3:4 nach Verlängerung) und die Slowakei (2:3 nach Verlängerung).

Im Abschlussklassement belegte das deutsche Team hinter Turniersieger Schweiz den zweiten Rang. Der Bundestrainer war mit dem Abschneiden und der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Viele meiner Erwartungen wurden erfüllt. Zudem haben wir Eishockey mit Leidenschaft gespielt“, blickt der 41-jährige Finne zurück.

Noch am Sonntagabend fuhr Marko Sacher von Krefeld zurück in den Schwarzwald. Bereits am Montagmorgen war er wieder in der Helios-Arena – allerdings nicht zum Training. Sachers Weg führte aufgrund seiner Fußverletzung zum Physiotherapeuten. Danach gab er Entwarnung: „Ich denke, die Verletzung ist nicht so schlimm und hoffe, dass ich am Freitag spielen kann.“ Die Wild Wings empfangen am Freitag die Kölner Haie und gastieren zwei Tage später in Nürnberg bei den Ice Tigers. Neben Sacher sind noch zwei weitere Spieler für das Wochenende fraglich: Angreifer Marcel Kurth (Schulter- und Schlüsselbeinprellung) und Verteidiger Dominik Bohac (Schulterverletzung). Beim schwedischen Stürmer Andreas Thuresson stehen die Chancen gut, dass er gegen Köln spielen kann.