Eishockey: Die Wild Wings triumphierten überraschend beim Bodensee-Cup in Kreuzlingen. Im Finale bezwangen die Schwenninger den DEL-Konkurrenten Düsseldorfer EG mit 2:1. Am Tag zuvor löste das Team von Chefcoach Paul Thompson mit einem knappen Erfolg gegen den HC Davos das Ticket fürs Finale. Beide Male zeigten die Schwäne über weite Phasen der Partie einen starken Auftritt.

Das Endspiel in der Bodensee-Arena war eine spannende Angelegenheit. Die DEG, die sich im Halbfinale gegen den HC Thurgau knapp durchgesetzt hatte, ging nach knapp 16 Spielminuten in Führung. In Überzahl traf Chad Nehring für die Düsseldorfer. Er fälschte einen Schuss von Nicholas Jensen ab, so dass für Wild Wings-Schlussmann Ilya Sharipov nichts zu halten war.

Die Schwenninger taten sich trotz guter Spielzüge lange Zeit schwer vor dem gegnerischen Tor. So hielt die knappe Führung der Düsseldorfer bis zum dritten Drittel. Doch im Schlussabschnitt drehten die Wild Wings die Partie. In der 52. Minute traf Jamie MacQueen zum verdienten 1:1. Es dauerte keine zwei Minuten, dann schlug das Thompson-Team das zweite Mal zu. Mit seinem Treffer aus kurzer Distanz in Überzahl ließ Marcel Kurth die über 600 mitgereisten Schwenninger Fans jubeln.

In der Schlussphase des Endspiels machten die Düsseldorfer noch einmal Druck. Doch die Wild Wings hielten diesem Stand und durften somit nach der Schlusssirene über den Turniersieg jubeln.

Penaltyschießen gegen Davos

Im ersten Spiel des Bodensee-Cups hatten sich die Schwenninger am Samstag gegen den HC Davos mit 3:2 nach Penaltyschießen durchgesetzt und zogen dadurch ins Finale ein. Troy Bourke brachte die Schwarzwälder bereits in der fünften Minute in Führung. In Spielminute 13 glich der Schweizer Rekordmeister durch Aaron Palushaj. Im ersten Drittel waren die Wild Wings das bessere Team in der Bodensee-Arena, vergaben aber mehrere gute Möglichkeiten zur erneuten Führung.

Den zweiten Spielabschnitt dominierte Davos. Zunächst konnte Wild Wings-Torhüter Dustin Strahlmeier einen Rückstand mit guten Paraden noch verhindern, doch in der 35. Minute war er zum zweiten Mal geschlagen. Dino Wiesner brachte die Schweizer in Führung. Die Antwort der Wild Wings dauerte jedoch nicht lange. In Überzahl sorgte Pat Cannone in Minute 39 für das 2:2.

Das Schlussdrittel verlief weitestgehend ausgeglichen. Die Schwenninger hatten zwar Chancen zum dritten Treffer, konnten diese jedoch nicht nutzen. Da auch Davos ohne Torerfolg blieb und die Verlängerung ebenfalls ohne Treffer ablief, ging es ins Penaltyschießen. Nachdem Davos hier in Führung ging, sorgte Troy Bourke für den Ausgleich. Den entscheidenden Treffer erzielte kurz darauf Cannone und brachte somit seine Mannschaft ins Finale.

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