Eishockey: (wmf/daz) Testspiel Nummer sechs steht am Freitag (18 Uhr) für die Wild Wings auf dem Programm. Die Schwenningen gastieren beim Schweizer A-Ligisten ZSC Lions in Zürich.

Plagt sich seit Wochen mit einer Bauchmuskelzerrung: Der Saisonstart ist für Verteidiger Mirko Sacher gefährdet.
Plagt sich seit Wochen mit einer Bauchmuskelzerrung: Der Saisonstart ist für Verteidiger Mirko Sacher gefährdet. | Bild: Feißt, Werner

Ein Spieler bereitet den Verantwortlichen große Sorgen: Verteidiger Mirko Sacher musste am Dienstag das Training abbrechen. Der 27-Jährige laboriert seit Wochen an einer Bauchmuskelzerrung und fällt beim Spiel in der Kunsteisbahn Oerlikon aus. Derzeit weiß noch niemand, wann Sacher wieder einsatzfähig ist. Auch der Saisonstart am 13. September gegen Ingolstadt scheint gefährdet. Troy Bourke hat seine Handverletzung dagegen auskuriert und ist gegen Zürich am Puck.

Im Vergleich zu den 13 DEL-Konkurrenten verfügen die Schwenninger mit acht Verteidigern und 14 Stürmern über den kleinsten Kader. Verständlich, dass Trainer Paul Thompson schon allein aufgrund der Verletzung von Sacher über Nachverpflichtungen nachdenkt. „Wir werden mit Ravensburg sprechen, ob wir den ein oder anderen Förderlizenzspieler bekommen. Außerdem haben wir ja zwei Ausländerlizenzen frei. Gut möglich, dass die Wild Wings noch einen Kontingentspieler verpflichten. „Wir beobachten den Markt“, sagt der britische Coach.

Mit den ZSC Lions treffen die Neckarstädter auf den neunmaligen Schweizer Meister. 2018 holten die ZSC Lions den Titel, ehe in der vergangenen Saison der Absturz folgte. Da verpassten sie die Playoffs und mussten gegen den Abstieg spielen. Der neue Trainer Rikard Grönborg, der sein Heimatland Schweden 2018 in Dänemark zum WM-Titel führte, soll die Züricher mit seinem Defensivsystem wieder für neuen Schwung sorgen. Der schwedische Nationalstürmer Marcus Krüger, der 2017 Weltmeister wurde und 2013 und 2015 jeweils mit den Chicago Blackhawks den Stanley-Cup gewann, soll mithelfen, die Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zu bringen.

Bei den Wild Wings wird in Zürich über 60 Minuten die Nummer zwei, Ilya Sharipov, zwischen den Pfosten stehen. Wer als Kapitän das „C“ auf der Brust trägt, hat der Trainer noch nicht entschieden. „Wir werden wechseln. Nach unserem letzten Testspiel am kommenden Freitag gegen die Carleton Raves wird unser Trainerstab den Kapitän für die kommende Saison bestimmen“, so Thompson. In der Partie gegen die ZSC Lions fordert der Engländer von seiner Mannschaft ein disziplinierteres Auftreten als zuletzt. „Wir haben die teils überflüssigen Fouls aus den Spielen gegen Zug und Rapperswil per Video analysiert und müssen die Strafen deutlich reduzieren. Härte ist unsere Identität, nicht dumme Strafen.“