Eishockey: Neun Punkte in sechs Spielen: So gut wie in dieser Saison sind die Wild Wings noch nie seit ihrer DEL-Rückkehr in die Saison gestartet. Nun wollen die Schwenninger Eishockey-Profis den guten Auftakt veredeln und heute (19.30 Uhr) in Düsseldorf sowie am Sonntag (16.30 Uhr) auf eigenem Eis gegen Straubing nachlegen.

Noch interessiert sich Pat Cortina herzlich wenig für Zahlen. „Als ich am Montag gefragt wurde, welchen Platz die Wild Wings belegen, musste ich passen“, sagte der Trainer der Wild Wings. Hätte der 52-Jährige einen Blick auf die Tabelle geworfen, hätte ihm das sicher gefallen. Fünf Konkurrenten tummeln sich aktuell hinter den Neckarstädtern, die Rang neun einnehmen. Sollte dies bis Ende Februar so bleiben, hätten die Wild Wings die Pre-Playoffs und damit ihr Ziel erreicht.

Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg. Das weiß keiner besser als Cortina. Viel mehr als die Punkte interessiert den Italo-Kanadier deshalb, wie seine Jungs spielen. Stimmt die Leistung, stellt sich der Erfolg automatisch ein, wie zuletzt gegen Köln und Mannheim. Siege gegen solche Schwergewichte bergen allerdings auch eine Gefahr: Sie verführen dazu, die eigene Linie zu verlassen und sich selbst zu überschätzen. Genau das will Cortina verhindern. „Ich bin gespannt, wie das Team nach dem erfolgreichen Wochenende reagiert. Wichtig wird sein, dass wir die gleiche Mannschaft bleiben und uns auf das eigene Spiel fokussieren. Wenn wir glauben, wir müssen unbedingt Punkte holen, kriegen wir große Probleme“, sagt der Coach. Am liebsten wäre es ihm wohl, seine Spieler würden die DEL-Tabelle ebenso ignorieren wie er.

Damit seine Profis nicht abheben, sprach der Coach im Training jene Dinge an, die ihm gegen Mannheim nicht gefallen haben – zum Beispiel das Abwehrverhalten im zweiten Drittel. Cortina: „Jeder muss wissen, was er zu tun hat, wenn wir in die eigene Abwehrzone zurückkommen.“ Eine gute Defensivtaktik wird auch heute Abend im Rheinland vonnöten sein. „Düsseldorf spielt sehr schnell und ist eine gute Kontermannschaft“, weiß Cortina. Diesen Qualitäten des Gegners wollen die Wild Wings eigene Stärken entgegensetzen: Kampfgeist, Spielintelligenz, gepaart einer klaren Struktur. Auch gegen die Straubing Tigers, die mit elf Zählern in sechs Spielen noch besser aus den Startlöchern kamen als die Schwenninger, könnte dies ein wirksames Rezept sein.

Allerdings muss Cortina seine Mannschaft umbauen. Für Andrée Hult, der sich beim Derby gegen Mannheim verletzte und drei bis vier Wochen ausfällt, rückt Steven Billich ins Team. Er spielt im Sturm an der Seite von Marc El-Sayed und Uli Maurer. „Die beiden Spieler haben große Erfahrung. Davon kann Billich profitieren. Er hat eine Chance verdient“, sagt Cortina.

Neben Hult, der in der kommenden Woche zumindest wieder in seine Schlittschuhe steigen und Lauftraining absolvieren wird, müssen die Wild Wings auch noch längere Zeit auf Markus Poukkula verzichten. Der Finne wurde vor zwei Wochen in Finnland erfolgreich an der Schuler operiert und kehrt heute wieder von Helsinki nach Schwenningen zurück.

Angesichts des Ausfalls der beiden Kontingentspieler halten die Schwenninger die Augen nach Verstärkungen offen, ohne jedoch überstürzt zu handeln. Cortina: „Wir dürfen nicht in allzu große Sorgen verfallen und überreagieren, denn das birgt die Gefahr, Fehler zu machen.“ In der kommenden Woche kehrt auch Torhüter Joey MacDonald wieder aufs Eis zurück. Bis er wieder spielen kann, dürfte ebenfalls noch etwas Zeit verstreichen.

Studenten-Tag

Für das Heimspiel am Sonntag (16.30 Uhr) gegen die Straubing Tigers erhalten Studenten, Schüler oder Auszubildende ermäßigten Eintritt. Im Stehplatzbereich gibt es das Ticket für 10 Euro. Zudem gibt es beim Kauf einer Karte einen Gutscheincode vondeinBus.de