Eishockey: (daz) Die Schwenninger Wild Wings haben am Freitagabend ein weiteres Testspiel bei den ZSC Lions mit 1:2 (0:0, 0:1, 1:1) Toren verloren. Aufgrund der ersten beiden Drittel siegten die Züricher verdient. Schwenningen zeigte eine ordentliche Steigerung. Markus Poukkula gelang im Schlussdrittel der zwischenzeitliche 1:1 Ausgleich. Gegen den Schweizer A-Ligisten verhinderte der starke Ilya Sharipov im Tor der Wild Wings eine höhere Niederlage.

Rund 220 Fans begleiteten die Wild Wings zum Testspiel. Die heißen äußeren Temperaturen waren auch in der kleinen Halle Kunsteisbahn Oerlikon, in der die Testpartie stattfand, zu spüren. Bei Schwenningen musste Maximilian Hadraschek als überzähliger Akteur draußen bleiben.

Schwenningen hatte zunächst einige Mühe, um in die Partie zu finden. Die ZSC Lions bestimmten die Anfangsphase sehr überlegen und schnürten die Wild Wings förmlich ein. Zeitweise kamen die Neckarstädter nicht mehr aus dem eigenen Verteidigungsdrittel heraus. Sie waren in der Verteidigung gebunden. Einer behielt kühlen Kopf. Torhüter Ilya Sharipov, der den Vorzug vor der Nummer eins, Dustin Strahlmeier erhielt, ließ sich von Roman Wick und Maxim Noreau nicht überwinden und war auf dem Posten. Auf der anderen Seite hatten Markus Poukkula und Kai Herpich erste Chancen für die Wild Wings, die jedoch ZSC-Schlussmann Daniel Guntern vor keine Probleme stellten. Mike Blunden brachte danach etwas Härte ins Spiel. Er schnappte sich einen Schweizer am Kragen und so gab es auch einige Strafzeiten. Grundsätzlich blieb die Partie jedoch im Rahmen. Andreas Thuresson, der am Freitag die Wildschwäne als Kapitän auf das Eis führte, testete auch einmal die Qualität das Sünderbänkchen. Als der Schwede Fredrik Pettersson kurz vor Ende des ersten Drittels nur den Pfosten traf, hatten die Schwenninger das nötige Quäntchen Glück, um mit einem 0:0 in die Kabine zu gehen.

Gleich zu Beginn des Mitteldrittels musste SERC-Verteidiger Dylan Yeo auf die Strafbank. Er sah von der Kühlbox, wie gut der Puck durch die Reihen der Züricher lief. Weiterhin offenbarte Schlussmann Sharipov keine Schwächen. Als Yeo zurück war, verlor er im Angriffsdrittel die Scheibe. Als Reaktion darauf wussten sich die Schwenninger nur mit Fouls zu helfen. Thuresson und Daniel Pfaffengut wurden auf die Strafbank. Auch beim Spiel fünf gegen drei hielt Sharipov alles, was auf seinen Kasten kam. Einmal durften die Wild Wings in Überzahl ran. Das Powerplay war aber ganz schwach. Simon Bodenmann schnappte sich die Scheibe und traf in Schweizer Unterzahl zum 1:0 (32.).

Zu Beginn des letzten Drittels fand der SERC besser in die Partie. Nur 77 Sekunden waren gespielt, da glich Markus Poukkula mit einem satten Schlagschuss nach Zuspiel von Alexander Weiß aus. Die Schwenninger Fans trieben ihr Team nun lautstark an. Großen Druck entfachten die Wild Wings aber anschließend nicht. Von den ZSC Lions kam jedoch auch wenig. Mark Fraser kassierte drei Zweiminutenstrafen nacheinander. Und das, nachdem die Wildschwäne diesmal laut ihrem Trainer Paul Thompson unbedingt dumme Strafzeiten vermeiden wollten. Als auch noch Blunden in die Kühlbox musste, agierten die Hausherren in doppelter Überzahl. Diesmal nutzte der ZSC diese Chance. Dennis Hollenstein schob zum 2:1 ein. In der Schlussminute nahmen die Neckarstädter eine Auszeit und den Torwart vom Eis. Der Ausgleich gelang aber nicht mehr.

Tore: 1:0 (32.) Bodenmann, 1:1 (42.) Poukkula (Weiß), 2:1 (57.) Hollenstein (Pettersson, Bodenmann), Strafen: Zürich 14, Schwenningen 24 Minuten; Schiedsrichter: Daniel Stricker und Philipp Ströbel (beide Schweiz): ZS: 788.