Es bleibt dabei: Der ERC Ingolstadt ist kein gutes Pflaster für die Wild Wings: Am Freitagabend holten sich die Schwenninger beim 3:6 die 14. Niederlage in Folge in der Audi-Stadt ab.

Ob es daran lag, dass Trainer Paul Thompson den zuletzt eminent starke Torhüter Dustin Strahlmeier auf der Bank gelassen und Ilya Sharipov zwischen den Pfosten gestellt hatte? Jedenfalls stand es bereits nach 25 Minuten 6:0 für die Schanzer. Das Spiel war gelaufen. Die drei Schwenninger Treffer im Schlussdrittel waren lediglich Ergebniskosmetik.

„Das erste Drittel haben wir wieder verschlafen, Ingolstadt liegt uns einfach nicht. Im zweiten Abschnitt waren wir verbessert. Komischerweise haben wir im dritten Drittel wieder unser Spiel gespielt. Wenn wir so spielen, sind wir schon eine gute Mannschaft. Der Start war genau so, wie wir uns das nicht vorgestellt hatten. Dabei wussten wir, wie das erste Spiel verlaufen war“, sagte Maximilian Hadraschek, einer der besten Wildschwäne an diesem Abend. Noch deutlicher wurde Julian Kornelli in der zweiten Drittelpause: „Das ist einfach nur peinlich“, sagte der junge Stürmer.

Wild Wings-Trainer Paul Thompson sprach von einer neuerlichen Lehrstunde für seine Mannschaft gegen die seiner Meinung nach beste Offensive der Liga und appellierte vor dem letzten Drittel an den Stolz seiner Spieler, die im letzten Abschnitt immerhin drei Tore erzielten. Dennoch: „Wir haben es Ingolstadt viel zu leicht gemacht“, sagte der Brite,

Gegen die von einer tiefen Krise gebeutelten Krefeld gilt es am Sonntag über 60 Minuten eine starke Leistung zu zeigen und nicht nach ein, zwei guten Spielen gegen starke Gegner wieder eine Niederlagenserie folgen zu lassen. Sonst bleibt Platz zehn lediglich ein Wunschtraum.