Eishockey: Die Wild Wings treten weiter auf der Stelle. Auch in Iserlohn gingen die Schwenninger durch die 2:3-Niederlage leer aus. Von den letzten 13 Spielen hat die Mannschaft von Trainer Pat Cortina zwölf verloren. Der Coach sprach allerdings dennoch von einer „guten Leistung“ seines Teams am Dienstagabend.

Zwei Faktoren waren erneut mit-entscheidend, dass die Wild Wings als Verlierer vom Eis gingen:

1. Die fehlende Konstanz: Eine Schwächephase der Schwenninger zu Beginn des dritten Drittels nutzten die Iserlohner, um die Partie entscheidend zu drehen. Die Sauerländer machten innerhalb von zweieinhalb Minuten aus einem 1:2-Rückstand eine 3:2-Führung.

2. Das Powerplay: Die Überzahlsituationen bleiben eine Schwachstelle. In den vergangenen neun Spielen schossen die Wild Wings beim Powerplay gerademal ein einziges Tor. Der Fakt, dass die Schwenninger in diesen neun Partien mehr Tore in Überzahl kassierten als erzielten, ist genauso kurios wie die Tatsache, dass in der Powerplay-Statistik lediglich der Tabellenführer aus München noch schlechter ist als Schwenningen. Pat Cortina sah in Iserlohn beim Powerplay zumindest eine Verbesserung gegenüber den vorherigen Spielen: „Unser Überzahlspiel war okay. Wir sind auf einem guten Weg, um in diesen Situationen wieder erfolgreicher zu sein.“

Der Weg vom letzten Tabellenplatz weg scheint dagegen sehr steinig. Durch die Niederlage in Iserlohn wuchs der Rückstand zum ersehnten 10. Tabellenplatz und damit die Teilnahme an den Pre-Playoffs auf acht Punkte an. Doch Cortina zeigt sich auch in diesem Punkt optimistisch: „Wir haben noch 31 Hauptrundenspiele vor uns und damit viele Möglichkeiten.“ Um diese Möglichkeiten wirklich zu nutzen, sollte dringend die Torchancenverwertung gesteigert werden. Auch in Iserlohn gab es hier viel Luft nach oben. Die beiden Treffer der Wild Wings fielen nur, weil Roosters-Torhüter Chet Pickard dabei kräftig mithalf.

Für Frust und zugleich aber auch etwas Hoffnung sorgten die Resultate der vergangenen Wochen. Von den letzten zwölf Niederlagen endeten acht mit einem Tor Unterschied. Cortina: „Das ist sehr ärgerlich und für die Spieler schwer zu verdauen. Es zeigt aber auch, dass wir fast in jedem Spiel mithalten konnten. Das sollte Motivation sein.“

Zumindest gab es, was das Personal betrifft, keine schlechten Nachrichten in Iserlohn. „Einige Spieler waren etwas angeschlagen. Aber sie werden am Wochenende wieder dabei sein“, sagte der Wild Wings-Coach. Dagegen dürfte der verletzte Istvan Bartalis auch in den Partien zu Hause gegen Nürnberg am Freitag und in Krefeld Sonntag weiterhin fehlen. „Eher Nein als Ja“, antwortete Cortina auf die Frage, ob der Ungar bereits am Wochenende wieder auflaufen kann. Somit bleibt dem 52-Jährigen (vorerst) die Entscheidung erspart, welchen Ausländer er auf die Tribüne setzen muss. In Iserlohn hatten die Wild Wings bereits die neun erlaubten Kontingentspieler im Aufgebot. Ein zehnter Ausländer wäre allerdings lediglich ein „Luxusproblem“. Pat Cortina hat derzeit Probleme, die ihn weitaus mehr beschäftigen dürften.