Nach sechs Niederlagen in Folge ist die Stimmung unter den Fans der Schwenninger Wild Wings explosiv. Neben Ankündigungen, dass der Sitzplatz leer bleibt und Karten, die verschenkt werden, gibt es vor allem eins: Immer lauter werdende Rufe nach personellen Konsequenzen.

Besonders ärgerlich war die 1:2-Niederlage am Freitag in Köln auch deshalb, weil der Schwerpunkt der Schwenninger im Training auf dem Unterzahlspiel gelegen und die Haie vor der Partie mit nur 7,8 Prozent eine miserable Erfolgsquote im Powerplay hatten. Und doch: Gegen die Wild Wings wurden beide Treffer in Überzahl erzielt.

Entsprechend enttäuscht war auch Schwenningens Trainer: „Unser Unterzahlspiel war nicht gut genug. Es waren zwei herausragende Schüsse der Kölner im Powerplay. Wir waren aber auch nicht bereit, entsprechend dazwischen zu gehen. Es ist frustrierend, dass du ein eigentlich gutes Spiel, das auf des Messers Schneide steht, so verlierst“, sagte Paul Thompson. 

Bei rund 4000 verkauften Tickets wird es nach der Leistung in Köln schwer, am Sonntag die angepeilten 5000 Zuschauer für das Spiel gegen Mannheim zu mobilisieren. Und selbst diese Zahl sei für die Wild Wings eigentlich zu wenig, wie Interimspressesprecher Hendrik Kolbert einräumte.

Die Spieler stehen in der Pflicht, die von Paul Thompson vor der Saison angekündigten Tugenden, Härte und Kampfgeist, endlich aufs Eis zu bringen. Davon war auch im K(r)ampfspiel in Köln zu wenig zu sehen, um die drei Punkte aus dem Rheinland mit nach Hause nehmen zu können. Viel Zeit, sportliche Erfolge vorzuweisen, bleibt dem Trainer nicht mehr.

Die nächste Chance auf Besserung gibt es am Sonntag, wenn die Adler Mannheim ihre Visitenkarte in der Helios-Arena abgeben. Man darf gespannt sein, ob die heißen Diskussionen der Schwenninger Fans Auswirkungen auf die Stimmung im Stadion haben werden.