Eishockey: (kat/daz) Vier Siege in fünf Testspielen, dabei zwei Schweizer Erstligisten und DEL-Konkurrent Düsseldorfer EG bezwungen und ein Turnier gewonnen. Die Bilanz der Wild Wings nach den ersten Vorbereitungspartien kann sich sehen lassen. „Wir sind auf einem guten Weg“, meinte Chefcoach Paul Thompson nach fünf von sieben Testspielen.

Am Sonntag gab das Thompson-Team bei ihrem ersten Test vor heimischem Publikum gegen die Rapperswil-Jona Lakers einen Vorgeschmack, inwieweit sich die Spielweise im Vergleich zur vergangenen Saison ändern wird. Die Gegner der Wild Wings werden sich auf einen körperlich robusten Gegner einstellen müssen, dem es an der nötigen Härte nicht mangelt.

Dieser Faktor spielte bereits bei der Kaderzusammenstellung eine gewichtige Rolle und wurde beim 5:4-Erfolg gegen Rapperswil-Jona auch auf dem Eis deutlich sichtbar. Im ersten Drittel wurde es auf der Schwenninger Strafbank richtig eng. Zeitweise saßen vier Spieler gleichzeitig dort. Da im Verlauf der 60 Spielminuten auch noch neun Tore fielen, bekamen die knapp 2800 Zuschauer beste Unterhaltung geboten.

Dass die Wild Wings in der kommenden DEL-Saison eine härtere Gangart an den Tag legen werden, als die Jahre zuvor bestätigt auch Thompson: „Ja das stimmt, wir wollen physisch härter auftreten.“ Allerdings ist für den Briten genauso wichtig, „dass wir keine dummen Strafen ziehen“. Deshalb dürfte Thompson der Auftritt am Sonntag auch nicht rundum gefallen haben. Immerhin kassierten die Schwenninger in den beiden Testspielen am vergangenen Wochenende gegen den EV Zug am Freitag (0:3) und Rapperswil-Jona insgesamt satte 65 Strafminuten plus einer Spieldauerdisziplinarstrafe für Jamie MacQueen und zwei zehnminütige Disziplinarstrafen für Mike Blunden und Matt Carey

Die Wild Wings zeigten sich in dieser Partie aber nicht nur körperlich präsent. Auch spielerisch hatten sie einiges zu bieten. Zumindest zwei Schwenninger Treffer hatten das Prädikat „Besonders sehenswert“ verdient. „Wir haben viel technisches Vermögen im Team“, unterstreicht so Thompson.

Der muntere Auftritt gegen Rapperswil-Jona war auch die perfekte Steilvorlage für das anschließende Saisoneröffnungsfest. Rund 2000 Fans „pilgerten“ von der Helios-Arena direkt auf die Möglingshöhe. Auch ein Indiz dafür, dass in und um Schwenningen eine neue Eishockey-Euphorie entfacht wurde. Beim Saisoneröffnungsfest stand das Wild Wings-Team Rede und Antwort. Spieler mussten zudem Quiz-Fragen lösen und gaben anschließend zahlreiche Autogramme. Auch auf der Möglingshöhe wurden die Fans bestens unterhalten.

Zwei Testspiele stehen noch vor den Wild Wings, bevor es am 13. September zu Hause gegen Ingolstadt erstmals in der neuen Saison um DEL-Punkte geht. Am Freitag (18 Uhr) spielen die Wild Wings in Zürich gegen die ZSC Lions. Die Generalprobe ist am Freitag, 6. September, in der Helios-Arena gegen die Carleton Ravens, ein College-Team aus dem kanadischen Ottawa.