Basketball, ProA: Team Ehingen Urspring – wiha Panthers Schwenningen 69:78 (19:23, 15:18, 16:21, 19:16). Abgeklärt, aber ohne besonderen Glanz zu versprühen, schlugen die wiha Panthers den Tabellenletzten Team Ehingen Urspring mit 78:69 und fuhren damit den dritten Sieg in Folge ein.

Panthers-Trainer Alen Velcic hatte das Gastspiel beim Tabellenletzten vorab als „schwerstes Spiel der Saison“ bezeichnet. Tatsächlich stellte sich das 78:69 bei den Ehingern nicht als lockerer Spaziergang, sondern vielmehr als ein mühevoll verdienter Arbeitssieg gegen einen zwar spielerisch limitierten, aber beherzt kämpfenden Gegner dar.

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Vor 670 Zuschauern, darunter etwa 50 Panthers-Anhängern, legten beide Mannschaften einen gemächlichen Start hin. Das Team Ehingen Urspring verdeutlichte anfangs, warum es die schwächste Defensive der Liga stellt, und ließ in der Abwehrarbeit Einsatz sowie Härte vermissen. Dadurch erzielten die wiha Panthers im ersten Abschnitt 23 recht einfache Punkte. Doch auch die Gäste waren im Anfangsviertel vor Fehlern nicht gefeit. Der Ehinger Cullen Neal traf immer wieder offene Dreier, wodurch er die Hausherren auf Augenhöhe mit den Panthers hielt. Besonders ein schlecht verteidigter Distanzwurf von Neal mit der Schlusssirene des ersten Viertels sorgte für das 19:23 und für Verärgerung bei Alen Velcic.

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In Abschnitt zwei verflachte das Spiel, weil beide Mannschaften in der Defensive konzentrierter arbeiteten. Den Scharfschützen Neal konnten die Panthers zwar weiterhin nur schwer kontrollieren, ansonsten ließen die Neckarstädter im zweiten Viertel nicht viel zu. Die Führung wechselte mehrmals die Seiten, ehe sich die Aufsteiger, angeführt von einem starken Drew Brandon, gegen Ende des zweiten Viertels bis auf sieben Punkte absetzten. 34:41 lautete der Halbzeitstand.

In Hälfte zwei zeigten die Panthers weiterhin eine gute Defensivleistung und ließen am anderen Ende des Parketts nun den Ball besser laufen. Dadurch kombinierten sich die Gäste immer wieder bis zum Korb durch, während der Dreier bei nur sieben Versuchen im gesamten Spiel nur ein sporadisches Mittel darstellte. Rasheed Moore brachte die Raubkatzen Mitte des dritten Abschnitts beim Stand von 50:39 erstmals zweistellig in Führung. Die Panthers hatten die Partie nun gänzlich im Griff und kontrollierten Tempo sowie Gegner. Beim 62:50 zehn Minuten vor dem Ende standen die Vorzeichen klar auf Auswärtssieg.

Im Schlussviertel schlichen sich bei beiden Mannschaften zahlreiche Fehler und Unkonzentriertheiten ein, sodass das Spiel an Tempo und Rhythmus verlor. Die Ehinger versuchten in dieser Phase, mittels einer Ganzfeldpresse den Schwenninger Spielaufbau zu stören, hatten damit aber nur wenig Erfolg. Nachdem fast drei Minuten lang nichts passierte, bauten die Gäste ihre Führung auf 16 Punkte aus und entschieden damit die Partie vorzeitig. Dass der ungefährdete Sieg am Ende dennoch „nur“ einen einstelligen Vorsprung betrug, lag daran, dass die Raubkatzen in den letzten Minuten merklich mehrere Gänge zurückschalteten, unnötige Ballverluste fabrizierten und das Spiel austrudeln ließen.

Dies trübte die Freude der Panthers über den dritten Erfolg am Stück und elften Saisonsieg nur kurzzeitig. Im Playoff-Rennen fuhr das Velcic-Team zwei weitere wichtige Punkte ein und weist weiterhin nur zwei Punkte Rückstand auf Rang acht auf. Bester Scorer der Gäste, die die Punkte breit verteilten, war der wieder einmal starke Drew Brandon mit 18 Zählern.

Für die Panthers spielten: Jaren Lewis (14 Punkte/9 Rebounds/2 Assists), Filip Kukic, Drew Brandon (18/6/2), Daniel Loh (0/0/1), Bill Borekambi (8/1/1), Kosta Karamatskos (2/0/0), Rasheed Moore (14/3/3), Leon Friederici (6/1/2), Marko Bacak (16/9/3) und Ivan Mikulic.