Basketball: Mit schweren Beinen und einer Portion Selbstbewusstsein im Gepäck, beendeten die wiha Panthers Schwenningen ihr zehntägiges Trainingslager in der Türkei samt Turnier in Luxemburg. Nun richtet sich der Fokus auf den Saisonstart am Samstag.

Trainer Alen Velcic nahm sich für das Trainingscamp in Antalya vor, seine Mannschaft vor allem im teamtaktischen Bereich zu verbessern. Fünf Tage vor Saisonstart drückt der Schuh noch an einigen Stellen, sodass der Trainer nicht vollends zufrieden ist. „Wir hatten durch einige Ausfälle immer wieder Rückschläge. Zudem haben wir gerade defensiv noch nicht alles einstudiert, was bei mir auf dem Plan steht“, erklärt Velcic. Junior Searcy fiel nahezu während des gesamten Trainingslagers mit Wadenproblemen aus, zudem mussten auch Bill Borekambi (Magenverstimmung) und Rasheed Moore (verstauchter Knöchel) teilweise aussetzen.

Sehr wertvoll und reich an Erkenntnissen war das Testspiel gegen den Ligakonkurrenten Römerstrom Gladiators Trier beim Vorbereitungsturnier in Luxemburg, das beim Stand von 99:99 nach einer Verlängerung beendet wurde. „Es war nicht gut, aber auch nicht schlecht“, fasste es Alen Velcic zusammen. Positiv war, dass die Panthers auch ohne ihre Leistungsträger Borekambi und Moore den Trierern auf Augenhöhe Paroli boten. Zudem spielten die Neckarstädter ihre Größenvorteile dank der beiden starken Center Marko Bacak und Yasin Kolo gekonnt aus.

Auf der anderen Seite gewährten die wiha Panthers den Moselstädtern vor allem an der Dreierlinie und unter dem Korb zahlreiche offene Würfe und leisteten sich am anderen Ende des Feldes vor allem im Spielaufbau noch zu viele Ballverluste. „Die Kommunikation in der Defensive war eine Katastrophe. Es kann nicht unser Anspruch sein, dem Gegner nahezu 100 Punkte zu erlauben. Außerdem herrschte eine schlechte Struktur im Spielaufbau“, analysiert Velcic. Zudem war auffällig, dass den Panthers sowohl am Ende der regulären Spielzeit als auch in den letzten Zügen der Verlängerung teilweise haarsträubende Leichtsinnsfehler unterliefen, die dafür sorgten, dass Trier der Niederlage jedes Mal gerade noch von der Schippe sprang. Bis zum Saisonstart am kommenden Samstagabend gegen die Kirchheim Knights wartet also noch eine Menge Arbeit für Trainer Alen Velcic.

Dennoch gehen die Aufsteiger mit einem guten Gefühl in die erste Saisonwoche. Das Remis gegen Trier, das zu den besseren Teams der ProA gezählt werden darf, sowie die weiteren Testspielergebnisse sind für den Trainer Indiz dafür, dass die Panthers durchaus mit der Ligakonkurrenz mithalten können. „Wir sind auf einem guten Weg. Wir haben Tübingen sowie Ehingen geschlagen und mit Trier mithalten können. Verstecken müssen wir uns nicht.“