Basketball, ProA: wiha Panthers Schwenningen – VfL Kirchheim Knights (Samstag, 20 Uhr). It´s Panthers-Time! Nach 154 Tagen des Wartens, der Vorfreude und der Präparation öffnet sich am Samstagabend für die wiha Panthers der Vorhang zur ProA. Zum Saisonauftakt empfängt der Aufsteiger die Kirchheim Knights.

Entspannt präsentiert sich Alen Velcic kurz vor dem ersten Spieltag der ProA-Saison. Das Heimspiel gegen Kirchheim wird erste Aufschlüsse darüber geben, wie gut der Trainer der wiha Panthers seine Mannschaft zusammengestellt und vorbereitet hat. Velcic ist zuversichtlich: „Wir gehen mit einem sehr guten Gefühl in die Saison. Wir freuen uns, zum ersten Mal auf Parkettboden in der Deutenberghalle zu spielen“, sagt der Coach. Seine jüngsten Trainingseindrücke bedeuten für ihn: Die Mannschaft brennt darauf, allen ihr Können zu beweisen. „Die Intensität war sehr hoch. Es ging hart zur Sache“, stellt Velcic fest. Kosta Karamatskos holte sich eine aufgeplatze Lippe ab, auch Filip Kukic ging angeschlagen durch die Woche. Beide werden aber am Samstag zur Verfügung stehen.

Anders stellt sich die Lage bei Junior Searcy dar. Den Neuzugang plagt seit längerer Zeit eine Entzündung der Schienbeinknochenhaut, er wird die kommenden ein, zwei Wochen aussetzen. Damit steht der Streichkandidat für das Spiel gegen Kirchheim fest. Weil pro Partie immer nur zwölf Spieler nominiert werden können, muss ein Akteur aus dem Schwenninger 13-Mann-Kader gestrichen werden und zum Zuschauen verdammt sein.

Eine konkrete Starting Five hat Alen Velcic noch nicht im Kopf. Diese wird sich erst nach dem Abschlusstraining am Freitagabend, vielleicht aber auch erst am Samstag ergeben. Zwei Deutsche müssen stets auf dem Feld stehen. Center Marko Bacak überzeugte in der Vorbereitung mit guten Leistungen und kann mit seiner Länge sowie seinen schnellen Beinen gegen die temporeiche Spielweise der Knights ein probates Mittel sein. Nutznießer des Ausfalls von Junior Searcy kann Bill Borekambi werden. David Dennis scheint auf der Point-Guard-Position gesetzt zu sein. Für einen Panther gibt es ein Wiedersehen mit seiner Vergangenheit: Kapitän Karamatskos spielte 2006/07 sowie 2012 für die Ritter. „Ich freue mich sehr auf das Spiel, aber auch darauf, noch einmal in der ProA spielen zu dürfen.“

Die Kirchheim Knights sind seit Bestehen der ProA etabliertes Mitglied der Liga. Im Jahr 2012 erlangten die Ritter das sportliche Aufstiegsrecht, verzichteten aber auf den Gang in die Bundesliga. Im Jahr darauf entgingen die Teckstädter dem Abstieg nur, weil der ProB-Meister auf den Aufstieg verzichtete. Seitdem stabilisierten sich die Kirchheimer in der Liga, verpassten in der Vorsaison mit Platz neun aber erstmals seit 2015 die Playoffs. Dies soll sich in dieser Saison ändern. Der spanische Trainer Mauricio Parra, der schon Assistent bei Alba Berlin und den Baskets Oldenburg war, befreite seine Mannschaft von taktischen Fesseln und verordnete ein temporeiches, auf Ball- und Spielerbewegungen ausgerichtetes Offensivsystem. Dafür verstärkten sich die Knights im Sommer unter anderem mit dem Scharfschützen Erik Durham und dem Big Man Till Pape. Zudem kamen mit Mitchell Hahn sowie Jalan McCloud zwei US-Amerikaner, die fest als Leistungsträger eingeplant sind.

Auch wenn die Knights zum erweiterten Kreis der Playoff-Kandidaten zählen, wird an der Teck Understatement groß geschrieben. „Wir werden in jedem Spiel versuchen, alles rauszuhauen und zu gewinnen,“ formuliert Geschäftsführer Christoph Schmidt das Saisonziel. Entsprechend schieben die Schwaben die Favoritenrolle rüber an den den Neckar. „Wir reisen mit sehr viel Respekt nach Schwenningen. Die Panthers haben eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern und Rookies. Ich erwarte einen physischen Gegner und eine laute Halle. Mit den Panthers und den Knights treffen zwei völlig unterschiedliche Philosophien aufeinander“, sagt Trainer Parra. Sein Pendant Alen Velcic sieht dies etwas anders: „Sie spielen auch nur Basketball und haben keine ganz andere Spielweise.“

Die Panthers rechnen zum Saisonauftakt mit über 1000 Zuschauern, darunter etwa 50 Gästefans. Diese dürfen sich auf ein interessantes Duell freuen. „Wir müssen über 40 Minuten Vollgas geben“, gibt Alen Velcic vor. Kirchheim-Coach Parra sagt: „Der Druck wird gewaltig sein. Entscheidend ist, dass wir unsere Nerven in den Griff bekommen. Wenn uns das gelingt, haben wir gute Chancen, für eine Überraschung zu sorgen.“ It´s Panthers-Time!