Volleyball, Regionalliga, Damen: Bereits am Samstag wird sich zeigen, ob die Volleyballerinnen des TV Villingen weiterhin auf eine sofortige Rückkehr in die Dritte Liga hoffen dürfen oder ihre Ziele um ein Jahr zurückstellen müssen. Das Team um Trainer Sven Johansson gastiert am Samstag beim verlustpunktfreien Spitzenreiter USC Konstanz, der aktuell fünf Punkte mehr auf der Habenseite verbucht. Mit einem Sieg und drei Punkten wäre Villingen wieder dran, bei einer Niederlage scheint der Zug nach ganz oben endgültig abgefahren.

Die vergangenen Tage haben die Spielerinnen des TV Villingen genutzt, um fleißig zu trainieren. Sogar am zweiten Weihnachtsfeiertag traf sich die Mannschaft komplett beim freiwillig angesetzten Training. Co-Trainer Robert Senk leitete die Übungseinheiten. Lisa Spomer, die nach einem Kreuzbandriss bisher noch keine Minute in der Saison spielte, musste im Teamtraining aussetzen, war jedoch beim Ball- und Sprungtraining dabei. „Das großartige Engagement der Spielerinnen zeigt, welch toller Charakter in der Mannschaft steckt. Die Spielerinnen wollen am Samstag in Konstanz fit sein und streben den maximalen Erfolg an“, sagt Johansson.

Einen kleinen Rückschlag gab es schließlich doch. Das für vergangenes Wochenende beim USC Konstanz geplante Vorbereitungsturnier wurde von den Gastgebern kurzfristig abgesagt. Johansson: „Das war sehr ärgerlich für uns. Einerseits hatten wir das Turnier fest in der Vorbereitung eingeplant; andererseits war es in der Kürze der Zeit für uns nicht möglich, ein anderes Testspiel zu organisieren. Offenbar waren weitere Mannschaften abgesprungen, sodass Konstanz absagen musste.“

Der Villinger Trainer wird bis zum Samstag die Übungseinheiten nochmals intensivieren. Fest eingeplant ist am heutigen Abend ein intensives Videostudium der ersten Partie zwischen beiden Teams Anfang Oktober, als sich Villingen nach großem Kampf in der Hoptbühlhalle knapp mit 2:3 Sätzen geschlagen geben musste. Hier will Johansson die Stärken und Schwächen des Gegners noch mal deutlich herausarbeiten. „Wir haben bis zum 8. Februar fünf Punktspiele in Folge. Schon das erste Spiel wird zeigen, wohin die Reise geht. Wir wollen das Maximum erreichen, wissen aber auch, dass wir aus eigener Kraft nicht Meister werden können.“

Bezüglich einer Verlängerung über die Saison hinaus hat sich Johansson noch keine Gedanken gemacht. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass der TV Villingen weiterhin auf seinen Übungsleiter bauen darf. „Das Training macht unheimlich Spaß und wir haben einen tollen Teamgeist. Zudem haben wir erstmals seit Jahren die Chance, zumindest über zwei Spielzeiten hinweg eine Mannschaft aufzubauen. Größere personelle Umbrüche, wie in den vergangenen Jahren, zeichnen sich im Sommer nicht ab“, sagt der Trainer. Dies alles sind gewichtige Argumente, um demnächst wohl eine Vertragsverlängerung anzupeilen.