Fußball-Kreisliga A, Staffel 2: Mit dem Bezirksliga-Absteiger Immendingen sowie den Aufsteigern SG Unadingen/Dittishausen, SV Saig und SG Schluchsee/Feldberg gibt es in der Kreisliga A 2 vier neue Teams. Der Kreis der potenziellen Titelanwärter ist vor Saisonbeginn groß.

Der SV TuS Immendingen geht mit Peter Tumler mit einem neuen Trainer in die Saison. „Ich habe einen Kader aus 24 Spielern. Wir haben eine super Vorbereitung hinter uns und blieben in acht Testspielen ungeschlagen“, sagt Tumler. Das wirkliche Saisonziel ist laut Tumler „intern und nicht für die Öffentlichkeit gedacht“. Klar scheint aber, dass Immendingen ein gewaltiges Wörtchen mitsprechen will, sollte der Saisonstart gelingen. Titelfavoriten sind für Tumler Lenzkirch und Hinterzarten.

Nach den Abschlussplatzierungen zwei und drei wird dem SSC Donaueschingen ein ähnlicher Platz zugetraut. „Wir wollen oben mitspielen. Platz sieben als Zielsetzung würde uns auch keiner abnehmen“, sagt Trainer Thomas Minzer. Er kann weitgehend auf eine eingespielte Mannschaft vertrauen. Zudem wurden junge Spieler in den Kader aufgenommen. Minzer erwartet, dass Immendingen und möglicherweise auch Möhringen eine gute Rolle spielen werden.

Mit dem 2:2 gegen Absteiger Oberbaldingen verspielte der FC Lenzkirch am letzten Spieltag die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Bezirksliga. Mit dem neuen Trainer Mario Heinrich, zuletzt Eisenbach, startet die Elf nun einen neuen Anlauf. Lenzkirch musste im Sommer Spieler ziehen lassen, die in vergangene Saison zu den Leistungsträgern zählten. Nur wenn die Abgänge kompensiert werden, dürften der FCL ein Kandidat für die ersten Plätze sein.

Die SG Riedöschingen/Hondingen hat mit Jürgen Frank, der zuletzt bei der SG Riedböhringen arbeitete, einen neuen Mann an der Seitenlinie. Ihm assistiert Björn Werhan, der auch als Spieler zur Verfügung steht. „Wir haben eine junge Mannschaft, die mitten im Entwicklungsprozess steckt. Wir wollen unseren treuen Zuschauern einen attraktiven Fußball anbieten. Eine konkrete Zielvorgabe mit einem Tabellenplatz gibt es bei uns nicht“, sagt Frank. Den Kreis der Titelanwärter sieht Frank in der neuen Saison groß. „Zu beachten ist die SG Unadingen/Dittishausen. Der Neuling kann eine ähnliche Rolle wie zuletzt Aasen spielen und den Durchmarsch schaffen“, so Frank.

Die SG Kirchen-Hausen startet mit dem neuen Trainer-Duo Berkay Cakici/Ewald Stihl in die Saison. „Wir haben zwei, drei Zu- und Abgänge, doch der Stamm der Elf aus der vergangenen Saison blieb erhalten. Primäres Ziel ist, eine sorgenfreie Saison zu spielen“, sagt Vorsitzender Florian Rapp. Die Vorbereitung habe sich gut angelassen und nach den Testspielen ist eine gewisse Zuversicht vorhanden. Für Rapp haben Donaueschingen, Hinterzarten und eventuell auch Möhringen gute Aufstiegschancen.

Nach einer zuletzt etwas schwächeren Saison will der SV Hinterzarten wieder die Spitze in der Liga angreifen. Die Elf von Spielertrainer Kay Ruf zeigte in der Vorbereitung schon einen beachtlichen Leistungsstand und zeigte auch gegen höherklassige Teams gute Leistungen. Gravierende personelle Veränderungen gab es nicht.

Zweimal in Folge schloss der SV Öfingen die Saison auf Rang acht ab. Das zu wiederholen wird schwer, denn drei wichtige Spieler haben wegen eines Studiums oder eines Auslandsaufenthalts die Öfinger verlassen. „Unser Ziel kann nur der Klassenerhalt sein. Die Abgänge wiegen schwer und wir müssen, da wir keine externen Zugänge haben, die Lücken mit eigenen Spielern schließen“, sagt Trainer Jörg Kienast. Die Vorbereitung bezeichnet er als „sehr zäh“.

Ambitioniert startete der FC Pfohren in der vergangenen Saison und fand sich plötzlich im Kampf gegen den Abstieg wieder. Erst auf der Zielgeraden wurde die Elf stabiler. Mit Erich Thurow hat ein neuer Trainer die Mannschaft übernommen. In der Vorbereitung blieb Pfohren ohne Niederlage, selbst gegen zwei Bezirksligisten. Schafft es Thurow, die Spieler ans Limit zu bringen, könnte es ein ganzes Stück nach oben gehen.

Vor einem Jahr übernahm Trainer Heinz Jäger den FV Möhringen, um perspektivisch etwas aufzubauen. Jäger hat viele junge Spieler, die in der vergangenen Saison gelernt haben. Nun geht der Blick etwas weiter nach oben. Einige Testspielergebnisse, wie das 10:2 gegen Überauchen oder das 5:0 gegen Weilersbach, ließen aufhorchen. Nicht zuletzt deshalb erwarten einige Trainer der Liga die Möhringer deutlich weiter oben als zuletzt Rang zehn. Jäger will jedoch von der Rolle des Geheimfavoriten nichts wissen.

Auf und ab ging es in den vergangenen drei Jahren beim FC Löffingen II. Das Traineramt hat im Sommer Andreas Hirschbolz übernommen. Er hat viele junge und gut ausgebildete Spieler im Kader, die perspektivisch an die Tür der Landesliga-Elf klopfen wollen. Da auch ab und zu Spieler aus der ersten Mannschaft zum Einsatz kommen werden, scheint ein guter einstelliger Tabellenplatz diesmal machbar.

Mit Giovanni Castiglione setzt der SV Eisenbach auf einen neuen Trainer. Seine primäre Aufgabe wird es sein, den Verein auch im dritten Jahr in der Liga zu halten. In der vergangenen Saison bewegte sich Eisenbach hauptsächlich zwischen den Rängen acht und elf. Gelingt es der Mannschaft, sich in dieser Tabellenregion zu halten, hätte der neue Übungsleiter schon viel erreicht, denn Eisenbach wird von einigen Trainern eine schwere Saison prognostiziert. In den Vorbereitungsspielen blieb die Elf ohne Sieg.

Nach der Saison 2005/06 musste der damalige SV Unadingen die Kreisliga A verlassen. Nun ist die SG Unadingen/Dittishausen zurück. „Wir haben eine junge Mannschaft, die die Liga nicht kennt. Daher geht es zunächst einmal darum, schnell 30 Punkte zu sammeln. Wir haben im ersten Jahr allein das Ziel Klassenerhalt“, sagt Trainer Thomas Wolf. Nahezu alle Spieler wurden in der Jugend des FC Löffingen ausgebildet und bringen fußballerisch einiges mit. Wolf hat einen Kader von 25 Spielern. Im Umfeld ist die Euphorie groß. „Wir haben uns gut vorbereitet und freuen uns auf den Auftakt“, ergänzt Wolf. Interessant: Gleich fünf Spieler tragen den Namen Engesser. Sie sind Brüder und kamen in der Vorbereitung auch schon gemeinsam zum Einsatz.

Nach vier Spielzeiten in der Kreisliga B ist der SV Saig zurück in der Kreisliga A. Dort will sich die Elf von Trainer Tristan Diemand etablieren. Mit der Meisterschaft in der Kreisliga B im Rücken will Saig die kleine Euphoriewelle reiten. Die 85 Treffer in der vergangenen Saison sprechen für viel Offensivkraft.

Erst in den Aufstiegsspielen setzte sich die SG Schluchsee/Feldberg durch und kehrte nach 13 Jahren in die Kreisliga A zurück. Das Team von Trainer Andreas Zimmermann wird sich schnell umstellen müssen, was Spieltempo und Taktik betrifft. Ein Vorteil könnte sein, dass Schluchsee/Feldberg für viele Konkurrenten schwer einzuschätzen ist. In der vergangenen Saison gelangen 90 Treffer. Gleich zum Auftakt kommt es zum Wiedersehen mit Mitaufsteiger Saig.