Fußball-Oberliga: FC 08 Villingen – SGV Freiberg (Samstag, 17.30 Uhr). Elf Oberliga-Spiele in Folge ohne Niederlage – und das trotz größerer Personalprobleme: Unter diesen Vorzeichen geht der FC 08 Villingen vor eigenem Publikum mit breiter Brust in das Verfolger-Duell gegen die zwei Punkte weniger aufweisenden Freiberger.

Sollten die Nullacht-Verantwortlichen jedoch davon ausgegangen sein, die Verletztenmisere sei weitgehend ausgestanden, haben sie sich getäuscht: Zwar ist Damian Kaminski nun wieder einsatzfähig, doch fällt außer den Langzeitverletzten Benedikt Haibt, Valentin Vochatzer, Mauro Chiurazzi und Nico Tadic gegen Freiberg auch Daniel Wehrle weiter aus. Der Defensivmann hat sich einen Virus eingefangen. Außerdem wird Keven Feger, der vergangene Woche beim 1:1 in Dorfmerkingen nach seiner Verletzung erstmals wieder spielte, an diesem Wochenende aussetzen. Man gönnt ihm sicherheitshalber doch noch eine Pause. Ob Stjepan Geng nach seinem Kreuzbandriss und der Aufbauarbeit in der U 23 endlich zu seinem Oberliga-Comeback kommt, will Nullacht-Coach Jago Maric kurzfristig entscheiden.

Der württembergische Gegner, seit Jahren eines der Spitzenteams der Oberliga, hat indes mit ähnlichen Personalproblemen zu kämpfen: Volkan Celiktas und Hakan Kutlu sind gesperrt sowie mehrere Akteure angeschlagen, sodass Trainer Mario Estasi sagte: „Es hängt am seidenen Faden, wer alles fehlen wird.“ Der 46-Jährige hat zum Saisonbeginn das Amt des Chefcoaches von Ramon Gehrmann übernommen, der zu den Stuttgarter Kickers abwanderte. Nicht nur Gehrmann hat sich verabschiedet, sondern auch der jahrelange Torschützenkönig Marcel Sökler, der zum VfB Stuttgart II wechselte. Dennoch hat sich der SGV behauptet: „Das ist eine starke Mannschaft mit guten und erfahrenen Einzelspielern“ urteilt Nullacht-Coach Jago Maric. Ihm ist auch aufgefallen, dass Freiberg bislang mehr Punkte auf fremden Plätzen als zuhause geholt hat. „Sie spielen offensiv, aber taktisch auch variabel“, so Maric.

Eine weitere harte Nuss in einem weiteren Flutlichtspiel also, doch dem Villinger Trainer ist nicht bange: „Es geht darum, dass wir unsere Leistung und unsere Konzentration hochhalten, dann können wir auch gewinnen“, meint Maric. Seine junge Offensive mit Volkan Bak, Flamur Berisha und Kamran Yahyaijan erhält diesmal vermutlich Ergänzung durch den erfahrenen Kaminski. Ob es noch weitere Veränderungen gibt, bleibt abzuwarten. Das Ziel steht für Maric jedenfalls fest: „Wir haben bislang zuhause noch nicht verloren und wollen diese Serie unbedingt fortsetzen – nach Möglichkeit natürlich mit einem Sieg.“

Mit einem weiteren Erfolg könnte man sich in der Tabelle von Platz drei noch weiter nach oben schieben, aber das interessiert den Trainer nur sekundär. „Ich schaue mir die Tabelle wirklich nur an, um den Kopf zu schütteln, wie verrückt diese Liga ist.“ Vielmehr gehe es nun darum, die sechs Spiele bis zur Winterpause möglichst erfolgreich hinter sich zu bringen. Vielleicht ist dann ja die Tabelle auch etwas aussagekräftiger.