Ringen, Verbandsliga: SV Triberg – SV Gresgen 21:16 – Mit einer beeindruckenden zweiten Hälfte gewann der SV Triberg auch seinen zweiten Saisonkampf. Manche Gegner der Triberger werden sich in dieser Saison sicherlich fragen: Wie hoch müssen wir zur Pause führen, um diese Mannschaft zu bezwingen? Gresgen lag nach fünf der zehn Kämpfe 16:4 vorne, doch mit einer Demonstration ihrer Stärke drehten die Gastgeber den Kampf. Für Tribergs Trainer Kai Rotter kam der kuriose Verlauf des Abends nicht überraschend: „Gresgen hat ein starkes Team. Aber ich war auch zur Pause zuversichtlich. Wir können in dieser Aufstellung jeden Gegner in der Liga besiegen.“

Der Auftakt deutete nicht gerade auf einen Triberger Triumph hin. Nach den ersten drei Duellen lag der SVT mit 0:12 zurück. Der 15-jährige Jonas Benzing (57 kg) war gegen Andreas Heidt überfordert und verlor nach 37 Sekunden technisch überhöht. Genauso erging es Benjamin Krebs (130 kg) gegen den starken Georgier Sergo Gogisvanidze. Auch Dominik Kitiratschky (61 kg) gab gegen Emanuele Di Martino die volle Punktzahl ab. Zu allem Unheil sah er nach hohem Rückstand auch noch die Rote Karte und wurde disqualifiziert. Somit wird Kitiratschky den Tribergern am kommenden Samstag gegen die RG Hausen-Zell II fehlen.

Den ersten Erfolg für den SVT verbuchte in souveräner Manier und mit einigen sehenswerten Aktionen Michael Kaufmehl (98 kg). Nach knapp zwei Minuten Kampfzeit war der Routinier gegen Daniel Wimberger Überlegenheitssieger. Doch schon im nächsten Kampf holte sich Gresgen den vierten Vierer. Tribergs Jugendringer Aaron Pfaff war in die 66 kg-Klasse aufgerückt und verlor gegen Johannes Vögele nach gut einer Minute technisch überhöht.

Nach der Pause zeigten die Triberger, warum sie in Bestbesetzung in der Verbandsliga nur schwer zu besiegen sein werden. Zunächst holte Patrick Becker (86 kg) im einzigen Kampf des Abends über die vollen sechs Minuten drei Mannschaftspunkte gegen Jan Braun. Danach schulterte Luca Lauble (71 kg) Martin Fricker nach 39 Sekunden. Auch Erik Ragg (80 kg) stand dicht vor einem Schultersieg. Sein Gegner Manuel Berger konnte sich zwar aus der gefährlichen Lage befreien, am Ende setzte sich Ragg jedoch souverän mit 2:0 durch.

Neuzugang Vitalie Bunici (75 kg Freistil) ließ sich von der Passivität seines erfahrenen Gegners Johannes Vögele nicht beirren. Der Moldawier holte Punkt um Punkt und brachte die Triberger mit seinem Überlegenheitssieg erstmals in Führung. Den Schlusspunkt setzte Dorian Becker (75 kg griechisch) gegen Albert Meister mit einem weiteren Überlegenheitssieg.