Volleyball-Regionalliga, Damen: DJK Schwäbisch Gmünd – TV Villingen (Samstag, 20 Uhr). Die zweite Auswärtsreise führt die Volleyballerinnen nach Schwäbisch Gmünd. Nach dem Sieg in Burladingen und der Niederlage gegen Konstanz haben die Villingerinnen bereits vier Zähler mehr als der Gegner auf dem Konto. Villingens Trainer Sven Johansson warnt indes, die Zwischenbilanz als Maßstab zu nehmen. „Schwäbisch Gmünd hatte mit den Partien gegen Konstanz und den neuen Spitzenreiter Mannheim ein ganz schweres Auftaktprogramm. Für mich hat dieses Team die Qualität, um unter den besten drei, vier Mannschaften mitzuspielen.“

Villingens Neuzugang Pauline Kempter hat den kommenden Gegner im Auftaktspiel in Konstanz gesehen und Johansson mit einigen Informationen versorgt. Bei der DJK spielt mit Lena Kälberer eine Spielerin, die für eine Saison auch das Trikot des TV Villingen trug. „Für uns wird die Partie zu einer Standortbestimmung, wobei ich mir im Vorfeld nicht ganz sicher bin, ob wir die starke Leistung gegen Konstanz wiederholen können. Da war ich doch etwas überrascht, wie weit wir schon sind. An diese Leistung anzuknüpfen ist die Kunst, denn mit weniger werden wir es kaum schaffen.“

Nach der einwöchigen Spielpause ist Kapitän Michelle Feuerstein wieder zurück. Bis auf die langzeitverletzte Lisa Spomer hat Johansson somit erstmals seit langer Zeit keinerlei personelle Sorgen. Mittelblockerin Jule Gaisser war unter der Woche zwar etwas erkältet, wird aber spielen. Sommer-Neuzugang Martina Sias hat nach den zuletzt gezeigten Leistungen ihren Platz in der Startformation sicher. „Es ist schön, einmal nahezu aus dem Vollen schöpfen zu können. Diese Situation hatte ich lange nicht“, betont Johansson und deutet an, auch den ganz jungen Spielerinnen wie Marie Uhing, Amelie Nunnenmacher oder Lisa Grünwald in Schwäbisch Gmünd Einsatzzeiten zu geben. „Ich habe da im Training etwas genauer hingeschaut. Dieses Trio hat eine Chance verdient. Sie sollen Erfahrungen sammeln und je nach Spielverlauf werde ich sie auch bringen.“

Nach dem intensiven Spiel gegen Konstanz hat Johansson unter der Woche etwas dosierter trainieren lassen. Schwerpunkte waren Angaben und Blockarbeit. „Wir haben in dieser Saison nach langer Zeit wieder die Möglichkeiten, mehr durch die Mitte zu spielen. Mit viel Mut ist da einiges machbar.“ Mit den Angaben gegen Konstanz war Johansson nicht ganz zufrieden. Die Qualität lasse sich erhöhen, wobei der Trainer ein gewisses Risiko bei den Aufschlägen immer fordert, aber auch sichere Bälle wünscht, wenn es die Spielsituation erfordert. Kempter, die Johansson über den Gegner informierte, wird zunächst nicht in der Startformation stehen. Einerseits will der Trainer sie als Joker im Ärmel behalten und andererseits habe die universell einsetzbare Spielerin noch etwas Rückstand. Für eine gute Blockarbeit kann Kempter sehr wertvoll sein.