Volleyball-Regionalliga, Damen: TV Villingen – MTV Ludwigsburg (Samstag, 20 Uhr). Die jüngste Niederlage in Heidelberg war für den TV Villingen mit dem Verlust von zwei Tabellenplätzen verbunden. Mit dem MTV Ludwigsburg kommt am Samstag ein Gegner in die Hoptbühlhalle, der zwei seiner bisherigen Siege auswärts holte, zuletzt aber gegen die Teams aus Konstanz und Schwäbisch Gmünd leer ausging. Für Villingen ist es das letzte Vorrundenspiel, bevor in einer Woche mit dem Heimspiel gegen Burladingen die zweite Saisonhälfte beginnt.

„Der MTV Ludwigsburg ist für mich ein völlig unbekannter Gegner. Nach dem bisherigen Ergebnissen rechne ich mit einem Duell von zwei Teams auf Augenhöhe. Zuversichtlich stimmt mich die Tatsache, dass wir in der Saison vor eigenem Publikum die besten Auftritte gezeigt haben. Auch gegen Ludwigsburg gilt: Mit Vollgas ran ans Netz“, sagt Trainer Sven Johansson. Er bescheinigt seinem Team trotz der drei Saisonniederlagen bisher eine gute Saison zu spielen. In den zwei abschließenden Partien am Samstag gegen Ludwigsburg und eine Woche später gegen Burladingen seien sechs Punkte wünschenswert, um den guten Gesamteindruck zu festigen.

Im Gegensatz zur vergangenen Saison, als Johansson personell immer improvisieren musste, was letztlich auch ein Grund für den Drittliga-Abstieg war, hat er diesmal seit dem ersten Spieltag nahezu ununterbrochen alle elf Spielerinnen zur Verfügung. „Die Abläufe funktionieren immer besser“, freut sich der Trainer, ohne aber die Schwachstellen zu verheimlichen. „Heidelberg hat uns am vergangenen Samstag gezeigt, wie effektiv man in der Liga die Bälle aufschlagen muss. Da erhoffe ich mir von uns mehr Druck. Ebenso bei den zweiten oder dritten Bällen. Wenn wir die Chance dazu bekommen, sollten wir die Situationen besser ausspielen.“ Hier könnte es ein Vorteil sein, dass der Trainer mit Nikola Strack und Marie Uhing zwei Zuspielerinnen hat, die variabel die Angreiferinnen einsetzen sollen. Beginnen wird Strack, während Uhing, wie zuletzt so oft, mit Lisa Grünwald während den Sätzen kommen soll. Im Idealfall bei einer deutlichen Führung.

Anfang der Woche hat Johansson indes seine Ankündigung wahr gemacht und in einem Brief an die Vereinsführung des Heidelberger TV sich über die Vorkommnisse am vergangenen Samstag (wir berichteten) Luft gemacht. Eine Antwort steht noch aus. Co-Trainer Robert Senk empfahl den Villinger Spielerinnen, „in solchen Situationen sich in den Tunnel zurückzuziehen“ und sich nicht beeinflussen zu lassen. Am Samstag soll wieder die Fairness im Vordergrund stehen. Johansson: „Würde es bei uns Tendenzen wie in Heidelberg geben, würde ich als Trainer auch während des Spiels sofort eingreifen.“

Kellerkinder unter sich

Volleyball, Oberliga, Damen: TV Villingen II – VC Offenburg II (Samstag, 13.30 Uhr). Wieder einmal kommt es zum Duell der beiden Tabellenletzten. Während Villingen weiterhin auf den ersten Punkt wartet, hat Offenburg bereits einen 3:2-Erfolg auf der Habenseite, allerdings auch sieben Spiele zu null verloren. Villingens Trainer Dirk Becker hofft, dass er personell mehr Auswahl als in den vergangenen Partien hat und seine Mannschaft ihr Potenzial abruft. Auch das Becker-Team hat jetzt zwei Heimspiele in Folge und die Chance, die eigene Ausgangslage deutlich zu verbessern.