Fußball-Verbandsliga: (daz) Es bleibt dabei: Die DJK Donaueschingen ist auf auswärtigen Plätzen ein gern gesehener Gast. Auch nach dem vierten Auswärtsspiel warten die Allmendshofener weiter auf den ersten Punkt. Diesmal gab es eine 2:3-Niederlage beim SV Weil. „Mich ärgert vor allem unser Auftritt in der ersten Halbzeit. Da war ich mächtig angefressen. Deshalb war es in der Pause in unserer Kabine auch so laut, wie noch nie, seit ich bei der DJK bin“, sagt Trainer Tim Heine.

Viel hatten sich die Donaueschinger vorgenommen, aber nur wenig davon umgesetzt. „Einige Spieler waren zu Beginn der Partie offenbar gedanklich gar nicht richtig da. Wir waren oft zu spät, und wenn es nach einer Viertelstunde 0:3 steht, dürfen wir uns auch nicht beschweren.“ Heine ergriff nach 42 Minuten daher eine ungewöhnliche Maßnahme. Er nahm Raphael Schorpp und Raphael Künstler vom Platz. „Es hätte auch acht andere Spieler treffen können. Ich war stinksauer und wollte ein Zeichen setzen“, so Heine.

Zwischenzeitlich hatte seine Elf nach dem Rückstand den 1:1-Ausgleich geschafft, danach aber wieder beste Chancen ausgelassen. Auch Torjäger Stephan Ohnmacht nutzte seine Möglichkeiten nicht. „Er hat aktuell einen kleinen Hänger, doch die Situationen gibt es auch bei höherklassigen Torjägern. Ich bin mir sicher, Stephan kommt bald aus der Situation heraus“, macht Heine seinem Angreifer Mut. Viel mehr ärgerte sich der Übungsleiter, dass sich seine Akteure in der Vorwärtsbewegung Ballverluste leisteten, die Weil mit der 2:1-Halbzeitführung bestrafte.

Immerhin zeigte die Kabinenpredigt Wirkung. In Halbzeit zwei agierte die DJK deutlich stärker, ließ aber wieder zu viele Möglichkeiten ungenutzt. „Ich kann den Jungs in dieser Phase nicht viel vorwerfen. Wir haben alles versucht.“

Trotz der erneuten Auswärts-Nullnummer sieht Heine keinen Komplex und auch nicht die Gefahr, dass sich diese Erfolglosigkeit in den Köpfen der Spieler festsetzt. „Wir müssen die Vielzahl unserer Fehler abstellen. Noch mehr verlange ich von der Mannschaft jedoch, ab der ersten Minute konzentriert aufzutreten. Wir haben einmal mehr gesehen, dass wir mithalten können. Wenn wir aber den Gegner selbst stark machen, werden wir es auch künftig nicht schaffen“, fügt Heine an.