Ringen: Aufatmen beim Zweitligisten SV Triberg und beim Oberligisten KSK Furtwangen. Beide Ringer-Teams landeten am vergangenen Samstag den ersten Rückrunden-Sieg. Dagegen gab es für Regionalliga-Spitzenreiter KSV Tennenbronn einen Dämpfer.

1. Bundesliga:

Balingen möglicher Finalort: Der ASV Nendingen hat die Austragungsstätten für die möglichen Endrundenkämpfe beschlossen. „Wenn wir das Halbfinale erreichen, bleiben wir in der Mühlauhalle in Tuttlingen. Kommen wir ins Finale, werden wir nach Balingen gehen“, teilte Nendingens Trainer Volker Hirt mit. Die beiden Finalisten um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft haben, wie bisher, jeweils einmal Heimrecht. Die Titel-Entscheidung fällt allerdings erstmals in einem dritten Finalkampf, der vom Deutschen Ringer-Bund (DRB) in Aschaffenburg ausgerichtet wird.

Reform der Bundesligen: In Deutschland gibt es weiterhin ein Tauziehen, wo die Spitzenmannschaften nächste Saison ringen werden. Der DRB strebt die Bundesliga-Reform mit der Zusammenlegung der Erst und Zweitligisten in verschiedenen Gruppen an. Einige Vereine halten jedoch an ihren Plänen fest, eine eigene Liga, die Deutsche Ringer-Liga (DRL) zu gründen. Dazu gehört der ASV Nendingen, der mit Markus Scheu auch den DRL-Geschäftsführer stellt. Scheu ist zuversichtlich, dass die Deutsche Ringer Liga bereits 2017 kommen wird: „Entscheidend ist, dass die Vereine selbst bestimmen können, wie diese neue Liga aussehen soll und nicht alles vom Deutschen Ringer-Bund vorgeschrieben wird. Jahr für Jahr bestimmt der DRB neue Vorgaben, die die Vereine vor Probleme stellen.

“ Die Androhung des Verbandes, dass Ringer, die in der DRL starten, für internationale Meisterschaften gesperrt werden, lässt den Geschäftsführer kalt: „Aus solchen Zeiten sind wir heraus. Das Ganze ist gar nicht haltbar. Wir werden zudem auch die nötigen Kampfrichter haben.“ Scheu sieht eine von den Vereinen geformte DRL als einzige Alternative, „dass sich wieder mehr Vereine für einen Aufstieg in die Bundesliga begeistern können“.

2. Bundesliga

Öztürk zurück nach Triberg? Kai Rotter verfolgte aufmerksam den 18:15-Heimsieg des SV Triberg am Samstagabend gegen den TSV Westendorf. Der neue Trainer hat bei der Kaderplanung für nächste Saison alle Hände voll zu tun. Der erste Neuzugang könnte Coskun Öztürk sein. „Ich habe mit Kai bereits telefoniert und würde mich riesig freuen, wieder für den SV Triberg zu ringen“, sagt Öztürk. In der laufenden Saison ging Öztürk für den AV Sulgen (Oberliga Württemberg) auf die Matte, musste zuletzt allerdings aufgrund einer Ellenbogenverletzung eine Zwangspause einlegen.

Die SVT-Fans hoffen insgeheim auch, dass Kai Rotter seinen Bruder Jan vom Erstligisten SV Weingarten zurück in den Schwarzwald lockt. Jan Rotter kam bei Weingarten in dieser Saison erst dreimal zum Einsatz. Dennoch kommt ein Wechsel für ihn nach Triberg vorerst nicht in Frage. „Natürlich werde ich auch wieder für meinen Heimatverein ringen. Derzeit ist das jedoch kein Thema“, stellt Jan Rotter klar. Mitentscheidend dürfte sein, dass nächste Saison die 80 kg-Klasse eingeführt wird. In dieser Gewichtsklasse ist Rotter wesentlich wertvoller und dürfte somit auch mehr Einsätze bekommen.

Regionalliga

Spannung an der Spitze: Auch nach der knappen 17:18-Heimniederlage gegen die RG Hausen-Zell führt der KSV Tennenbronn weiter die Liga an. Allerdings ist das Feld an der Tabellenspitze fünf Kampftage vor Saisonende dicht zusammengerückt. Die WKG Weitenau-Wieslet auf Rang fünf hat lediglich drei Zähler weniger als Tennenbronn. Auf Rang vier steht der AB Aichhalden, der am Samstag im Derby den Rückstand zu Tennenbronn auf einen Zähler verringern könnte. Zu den Titelkandidaten gehören auch der Zweitplatzierte VfL Neckargartach und der Dritte ASV Nendingen II. Der Meister muss aufsteigen. Sollte die Nendinger Reserve den Titel gewinnen, hat der Vizemeister laut Regularien die Pflicht aufzusteigen. Tennenbronns Trainer Matthias Brenn betont erneut, „dass wir sportlich bis Saisonende alles geben werden. Der Verein steht auch hinter einem möglichen Bundesliga-Aufstieg“.

Oberliga:

Absteiger-Zahl: Durch den 24:9-Erfolg beim Schlusslicht RG Waldkirch-Kollnau kletterte der KSK Furtwangen auf den sechsten Tabellenrang. Mit dem Sieg sammelten die Bregtäler auch wichtige Punkte für den Klassenerhalt. „Es könnte in der Oberliga bis zu drei Absteiger geben“, sagt KSK-Mannschaftsführer Ewald Wolber. Aktuell haben die Furtwanger auf den Drittletzten ASV Urloffen II lediglich zwei Punkte Vorsprung. Am kommenden Samstag wird es das Team von Trainer Tobias Haaga schwer haben, das Punktekonto weiter aufzustocken. Der verlustpunktfreie Tabellenführer aus Rheinfelden kommt ins Bregtal. Die Zähler im Abstiegskampf wird Furtwangen in den darauffolgenden vier Kämpfen holen müssen.