Fußball-Kreisliga A, Staffel 1: Während die DJK Villingen II sich langsam aber sicher zur Mannschaft der Stunde in der Kreisliga A1 arbeitet, rutscht der FC Tannheim immer weiter in die Misere. Der Rückblick auf den achten Spieltag.

Der SV Überauchen wartet auch nach dem achten Spieltag auf den ersten Sieg. Mit 0:6 kassierte die Mannschaft von Trainer Ilter Kozanoglu eine deftige Heimschlappe gegen Zweitvertretung der DJK Villingen. „Das Ergebnis ist definitiv zu hoch. Wir haben aber selbst dazu beigetragen. Meine Mannschaft braucht dringend ein Erfolgserlebnis“, hofft Kozanoglu. Die aktuelle Personalsituation treibt dem Trainer einige Sorgenfalten auf die Stirn. Besonders schwer wiegt der Ausfall von Torhüter André Cellier (Außenbandriss). „Er wird bis zur Winterpause fehlen. Da wir keinen weiteren Torhüter zur Verfügung haben, muss ein Feldspieler ins Tor“, so Kozanoglu. Gegen Villingen nahm Christian Korpok diese Rolle ein.

Mit drei Siegen in Serie korrigierte die DJK Villingen II den verpatzten Saisonstart und arbeitete sich nach dem Erfolg in Überauchen auf den neunten Rang vor. „Die Leistung war gut, wir dürfen das aber auch nicht überbewerten. Überauchen ist kein Gegner, mit dem wir uns messen wollen“, sagt Trainer Adrian Schade, dessen Mannschaft sich in eine positive Richtung entwickelt. „Nach fünf teils sehr knappen Niederlagen zum Start geht es aufwärts. Wir haben nun die richtige Mischung in der Mannschaft, nachdem ich immer wieder Spieler zur Ersten abstellen musste.“ Vor allem die Tatsache, dass sich in Überauchen sechs verschiedene Spieler in die Torschützenliste eintrugen, stellt den Trainer sehr zufrieden. Schade: „Das zeigt, dass jeder einzelne gewillt ist, alles für das Team zu geben.“

Ein Spektakel bekamen die Zuschauer im Heimspiel des FC Tannheim gegen Brigachtal zu sehen. Die Gastgeber unterlagen zwar verdient mit 3:5, Trainer Franco de Rosa hadert aber mit einer Phase Mitte der zweiten Hälfte. „Wir drängten auf das 2:2, machen ein Tor aus angeblicher Abseitsposition und kassieren im Gegenzug das 1:3. Das hat uns das Genick gebrochen. Das Spiel hätte auch anders ausgehen können, letztlich haben wir aber absolut verdient verloren.“ Es ist die vierte Niederlage in Folge für die Tannheimer, der letzte Sieg liegt über einen Monat zurück. „Momentan läuft einfach alles gegen uns. Wir treffen auf sehr clevere Gegner, machen es ihnen aber auch zu einfach. Wir sind schlecht in der Rückwärtsbewegung und vergeben hundertprozentige Chancen. Damit bauen wir den Gegner auf. Zudem steht mir seit etwa drei Wochen nur ein Bruchteil des Kaders zur Verfügung“, benennt de Rosa die Gründe für die aktuelle Schwächephase. Einfacher wird es in der kommenden Woche für Tannheim nicht, denn es folgt ein Auswärtsspiel in Fischbach. De Rosa: „Ich hoffe, dass wir aus dieser Phase schnellstmöglich rauskommen. Wir geben niemals auf.“

Svend Fochler, Trainer des FC Brigachtal, stimmt mit der Analyse des Tannheimer Trainerkollegen überein. „In der ersten Hälfte müssen wir schon deutlicher als mit 2:0 führen und die Führung auch danach weiter ausbauen. Dann gerieten wir unter Druck, weil wir unnötige Fehler machten. Ob das Tannheimer Tor abseits war oder nicht, vermag ich nicht zu entscheiden. Der Sieg geht unterm Strich in Ordnung, allerdings darf es nicht sein, dass wir dem Gegner am Ende nochmals zwei Tore erlauben“, resümiert Fochler, der damit eine Serie von drei Niederlagen am Stück beendete. „Wir haben den Sieg unbedingt gebraucht. Nun kommt das Derby gegen Überauchen, in dem wir uns keine Blöße geben dürfen. Wir wollen es auf jeden Fall für uns entscheiden.“ Brigachtal verbesserte sich dank des Dreiers in Tannheim auf Rang sechs.

Der FC Schönwald trennte sich mit einem 1:1-Unentschieden vom FC Weilersbach. Damit verloren beide Mannschaften etwas den Kontakt zum zweiten Tabellenplatz. Für Schönwalds Trainer Christian Furtwängler war es ein glücklicher Punktgewinn. „Wir hatten in einigen Situationen Glück. In der ersten Hälfte hatte Weilersbach eine richtig gute Chance, die unser Torhüter Benjamin Duffner überragend parierte. Zudem hätte es Elfmeter für die Gäste geben können. Um ehrlich zu sein, hätten wir uns nicht beschweren dürfen, wenn wir das Spiel verloren hätten“, gesteht Furtwängler ein.