Fußball-Kreisliga A, Staffel 1: Von Nullnummern über Kantersiege bis hin zu beendeten Serien hatte der vierte Spieltag der Kreisliga A 1 wieder einiges zu bieten.

Nachdem der FC Weilersbach am Spieltag zuvor mit 0:5 gegen Tannheim baden ging, meldete sich der Bezirksliga-Absteiger mit demselben Ergebnis beim SV Überauchen zurück. Schon nach 18 Minuten führte Weilersbach mit 4:0. Trainer Nunzio Pastore relativiert die Leistung seiner Mannschaft jedoch. „An diesem Tag ist alles zu unseren Gunsten gelaufen. Überauchen hat fatale Fehler gemacht und uns damit enorm in die Karten gespielt. Wir haben nach vorne eine starke Durchschlagskraft entwickelt, zielstrebig gespielt und durch unsere Effektivität das Spiel schnell entschieden“, analysiert Pastore. Die angespannte Personallage macht dem Trainer weiterhin Sorgen. „Wir sind quasi nur mit elf Mann angetreten und es wird in den kommenden Wochen auch nicht besser.“ Weilersbach verbesserte sich mit dem Sieg auf den siebten Tabellenplatz.

Eine Nullnummer bot der FC Tannheim seinen Zuschauern gegen die SG Vöhrenbach/Hammereisenbach. Trainer Franco de Rosa machte keinen Hehl aus seiner Ernüchterung über das Ergebnis. „Das 0:0 ist sehr enttäuschend. Wir haben eine taktisch souveräne Leistung gezeigt, sind kompakt gestanden und haben schnell umgeschaltet. Leider wurde die Leistung nicht belohnt“, so der Trainer, der den Schiedsrichter kritisiert. „Uns wurden zwei Tore aberkannt, die aus meiner Sicht nicht abseits waren. Das hat uns den Boden unter den Füßen weggezogen. Der Unparteiische hat sich zu sehr in den Mittelpunkt gestellt.“ Trotz des verpassten Sieges steht Tannheim mit Rang vier weiterhin glänzend da.

Nach drei Siegen zum Saisonstart musste der FC Schönwald bei der 0:2-Niederlage bei Hajduk erstmals in dieser Spielzeit Punkte lassen. Für Trainer Christian Furtwängler war die Niederlage eine Aneinanderreihung unglücklicher Umstände. „Ich musste in der ersten Hälfte zwei wichtige Spieler verletzungsbedingt auswechseln und daraufhin das System umstellen. Dadurch ist Unruhe ins Spiel gekommen“, erklärt Furtwängler, dessen Mannschaft aufgrund zweier später Gegentreffer unterlag. „Es war eigentlich ein typisches 0:0-Spiel. Vor dem Rückstand hatten wir eine Druckphase, in der wir in Führung hätten gehen können. Am Ende war Hajduk aber stärker, weil sie vor dem Tor effektiver und cleverer geblieben sind. Daher beschweren wir uns nicht über die Niederlage, auch wenn sie zu vermeiden gewesen wäre.“

Der FC Brigachtal ließ dem FC Kappel beim 5:1-Heimsieg keine Chance. Schon zur Pause war die Partie angesichts der 3:0-Führung so gut wie entschieden. Dass die Brigachtaler das Spiel nicht ohne Gegentor beendeten, ärgert Trainer Svend Fochler. „In der Halbzeitansprache habe ich das klare Ziel ausgegeben, das Spiel zu null zu gewinnen. Leider ist uns das nicht gelungen. Dies ist zwar kein Beinbruch, gerne hätten wir aber das gute Gefühl eines „Zu-Null“-Sieges mit in das nächste schwere Spiel in Rietheim mitgenommen“, stellt Fochler klar. Ansonsten zeigte sich der Trainer zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. „Lobenswert ist, dass wir unsere Tore allesamt schön herausgespielt haben und vor allem mit unseren Hereingaben von außen gefährlich waren. Allerdings darf man das Ergebnis nicht überbewerten, weil beim FC Kappel drei, vier wichtige Spieler fehlten“, hält Fochler den Ball flach.

Groß war die Erleichterung bei den Sportfreunden Neukirch über den 2:1-Heimsieg gegen den VfB Villingen, der die ersten Punkte der Saison bedeutete. „Dieser Sieg war sehr wichtig für das Selbstvertrauen. Nun haben wir den Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld hergestellt“, bewertet Trainer Andreas Binder die Situation des Tabellenelften. Dabei hätten sich die Neukircher nicht beschweren dürfen, wenn die Villinger Drangphase am Ende der Partie noch zum späten Ausgleich geführt hätte. „Da sind wir ins Schwimmen geraten und hatten eine Menge Glück. Dennoch ist der Sieg nicht unverdient, weil wir in der ersten Hälfte taktisch sehr gut gespielt, eine sehr starke kämpferische Leistung geboten und bis zuletzt alles gegeben haben.“